Heute ist der 17.05.2026 und die Vögel in Anklam sind wieder in aller Munde. Der Frühling bringt nicht nur Farben ins Land, sondern lässt auch die gefiederten Freunde in den Fokus rücken. Wenn wir an die Region zwischen Peeneniederung, Haffregion, Randowhängen und Brohmer Bergen denken, wird schnell klar: Hier gibt es ein wahres Vogelparadies. Ornithologen und Vogelliebhaber haben in den letzten Wochen viel zu tun gehabt, und das nicht ohne Grund. Die alljährliche Gartenvogelzählung des NABU hat wieder einmal eindrucksvolle Zahlen geliefert.
Über 75 Vögel wurden gezählt, darunter die Ringeltaube, die mit 12 Exemplaren die häufigste Wildtaube Europas ist. Man könnte fast meinen, die Ringeltaube hätte sich in den letzten zwei Jahrhunderten zum Stadtbewohner gemausert. Ihr Masseneinflug ab den 1960er Jahren zeigt, wie sehr sich unsere Städte verändert haben. Auch der Sprosser, die „Nordische Nachtigall“, hat sich in der Region stark verbreitet und war durch seinen Gesang während der Zählung deutlich zu hören. Das macht einfach gute Laune!
Ergebnisse der Gartenvogelzählung
Die Anklamer Vogelfreunde sind seit 22 Jahren mit viel Engagement dabei, wenn es darum geht, die heimischen Vögel zu zählen. In dieser Saison wurden sogar zwei neue Arten entdeckt: der Sperber und der Fichtenkreuzschnabel. Ein erfreuliches Zeichen für die Artenvielfalt! Bei der Zählung wurden auch einige alte Bekannte wie die Amsel (5 Exemplare) und die Rauchschwalbe (3 Exemplare) gesichtet. Wer hätte gedacht, dass eine Elster als Nestplünderer auffällt? Solche Entdeckungen machen die Zählung so spannend!
Die Zahlen aus Mecklenburg-Vorpommern sind beeindruckend: Rund 80.000 Brutpaare wurden hier registriert. Das zeigt, wie wichtig der Vogelschutz ist und welche große Rolle die Ornithologische Arbeitsgemeinschaft Mecklenburg-Vorpommern e.V. (OAMV) dabei spielt. Diese engagierte Gemeinschaft fördert nicht nur die Vogelkunde, sondern schützt auch aktiv unsere gefiederten Freunde.
Vogelarten im Wandel
Der nationale Vogelschutzbericht, den das Bundesamt für Naturschutz erstellt, gibt uns einen klaren Einblick in den Zustand der Vogelarten in Deutschland. Über 12 Jahre werden Entwicklungen dokumentiert, die nicht nur für Ornithologen von Bedeutung sind, sondern auch für Naturfreunde, die sich für den Schutz der Arten einsetzen. Dabei wird klar, dass der Zustand vieler Arten sowohl durch natürliche als auch durch menschliche Einflüsse geprägt ist. Schön zu sehen, dass die Menschen hier vor Ort aktiv mithelfen, die Bestände zu erfassen und zu schützen.
Die gesamte Vogelwelt in Deutschland ist einem ständigen Wandel unterzogen. Vergleicht man die aktuellen Zahlen mit den früheren Berichten, wird sichtbar, wie sich die Bestände verändert haben. Einige Arten kämpfen ums Überleben, während andere sich in neuen Lebensräumen wohlfühlen. Das ist ein spannendes, aber auch herausforderndes Thema für Natur- und Vogelschützer.
In Anklam und Umgebung ist die Liebe zu den Vögeln spürbar – und das kann man nicht nur hören, sondern auch sehen. Die Vielfalt, die hier zu beobachten ist, macht jeden Spaziergang zu einem kleinen Abenteuer. Ob im Garten, im Park oder am Gewässer, überall sind die Stimmen der Vögel zu hören. Es bleibt spannend, welche Veränderungen uns die kommenden Jahre bringen werden und welche neuen Arten vielleicht noch entdeckt werden. Bis dahin heißt es: Augen und Ohren auf und die Natur genießen!