Heute ist der 29.04.2026 und wir schauen auf die aktuelle Lage des Immobilienmarktes in Hamburg. Der Immobilienmarktbericht des Gutachterausschusses für Grundstückswerte hat einige spannende Entwicklungen ans Licht gebracht. So ist der Wert von Ein- und Zweifamilienhäusern im Vergleich zum Vorjahr um durchschnittlich sechs Prozent gesunken. Der Durchschnittspreis für ein Haus liegt nun bei 930.000 Euro, was einen Rückgang von acht Prozent im Vergleich zu 2024 bedeutet. Reihenhäuser kosten jetzt im Schnitt etwa eine halbe Million Euro.
Die Preise für Eigentumswohnungen hingegen zeigen eine positive Tendenz und sind um ein Prozent gestiegen. Diese machen fast 60 Prozent aller Immobilienverkäufe in Hamburg aus, wobei die Nachfrage nach Neubauten fast um die Hälfte eingebrochen ist. Dies könnte darauf hindeuten, dass Käufer zunehmend auf Bestandsimmobilien setzen, während Neubauten in mittlerer Lage weiterhin teuer bleiben – hier liegt der Quadratmeterpreis bei etwa 8.400 Euro.
Transaktionen und Umsatz
Im vergangenen Jahr wurden in Hamburg insgesamt 10.100 Immobilien transaktioniert – ein Anstieg um elf Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Geldumsatz stieg um fünf Prozent auf rund neun Milliarden Euro. Besonders bemerkenswert ist, dass 58 Prozent der Verkäufe Eigentumswohnungen und Teileigentumseinheiten ausmachten, während 34 Prozent bebaute und sechs Prozent unbebaute Grundstücke waren. Dies spiegelt sich auch in den Zahlen des Immobilienmarktberichts 2026 wider, der auf tatsächlich notariell beurkundeten Kaufverträgen basiert.
Die Bodenrichtwerte haben sich ebenfalls verändert: Für Einfamilienhaus-Bauplätze verzeichneten wir einen Rückgang von fünf Prozent, während die Geschosswohnungs-Bauplätze um vier Prozent gesunken sind. Der Medianpreis für Ein- und Zweifamilienhäuser betrug im Jahr 2025 565.000 Euro – ein leichter Anstieg um ein Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Marktentwicklungen im Detail
Interessanterweise zeigen die Verkaufszahlen eine differenzierte Tendenz: Während die Verkäufe von Ein- und Zweifamilienhäusern um fünf Prozent gestiegen sind, haben Mehrfamilienhäuser um satte 27 Prozent zugelegt. Auch die Verkäufe von Eigentumswohnungen sind um 14 Prozent gestiegen, was die anhaltende Beliebtheit dieser Wohnform unterstreicht. Besonders die Neubauwohnungen haben ein bemerkenswertes Comeback erlebt, mit einem Anstieg der Verkäufe um 11 Prozent.
Die Verkäufe von Büro- und Geschäftshäusern hingegen sind um 13 Prozent gestiegen, obgleich der Geldumsatz um sieben Prozent gesunken ist. Dies könnte auf einen Überhang an verfügbaren Objekten hinweisen, die möglicherweise weniger nachgefragt werden als erwartet. Auch die Verkäufe von Produktions- und Logistikgebäuden haben mit einem Anstieg von 29 Prozent eine positive Entwicklung genommen, obwohl ihr Geldumsatz stark um 73 Prozent gesunken ist.
Fazit und Ausblick
Der Immobilienmarkt in Hamburg zeigt ein dynamisches Bild mit einer Mischung aus Rückgängen und Anstiegen in verschiedenen Bereichen. Die Schaffung von Transparenz auf dem Grundstücksmarkt wird durch den Immobilienmarktbericht Hamburg 2026 gefördert, der ab heute zur Verfügung steht. Aktuelle Bodenrichtwerte sind über die Plattformen BORIS.HH und IDA.HH abrufbar, was Käufern und Verkäufern eine wertvolle Informationsquelle bietet.
Weitere Informationen zu den Entwicklungen auf dem Immobilienmarkt in Hamburg finden Sie auf immobiliengutachter-hh.de.