Stephan Orth, ein Eimsbütteler Autor und Journalist, hat sich einen Namen gemacht mit seinen einzigartigen Couchsurfing-Reisen in ungewöhnliche Länder. Seine Reiselust begann mit Rucksacktouren in Australien und entwickelte sich über die Jahre zu abenteuerlichen Zielen wie dem Iran, Russland, China, Saudi-Arabien und Großbritannien. Aktuell steht seine Reise in die Ukraine im Rampenlicht, wo er seine Erfahrungen in seinem neuen Buch „Couchsurfing in der Ukraine“ dokumentiert. Orths Faszination für Menschen und deren Geschichten, besonders in Regionen mit schwierigen Ruf, treibt ihn an, das alltägliche Leben in Krisengebieten zu erforschen.

Sein letzter Besuch in der Ukraine fand im April 2025 statt, und er plant möglicherweise eine Rückkehr im Herbst 2026, um ein humanitäres Projekt zu unterstützen. Trotz der Gefahren, die er während seiner Reisen erlebt, sucht Orth nicht nach Adrenalinkicks. Er hat einen Kurs für Kriegsreporter besucht, um in Krisensituationen besser vorbereitet zu sein. Dabei betont er die Notwendigkeit, Risiken abzuwägen und schnell Entscheidungen zu treffen, denn in der Ukraine wird die Realität durch Luftangriffe und Unsicherheit an der Front geprägt.

Ein Blick auf die Realität in der Ukraine

Orth schildert in seinem Buch die Realität in der Ukraine, wo sich das Alltägliche trotz des Krieges weiter entfaltet. Er reist durch Städte wie Kiew, Saporischija und Odessa und trifft auf inspirierende Menschen, die trotz widriger Umstände Hoffnung und Stärke zeigen. Eine bemerkenswerte Begegnung hatte er mit einer ehemaligen Anwältin, die eine Hilfsorganisation gegründet hat, und die Videos gefallener Soldaten schaut, um ihre Erinnerungen zu bewahren. Solche Geschichten zeigen, wie der menschliche Geist in Ausnahmesituationen über sich hinauswachsen kann.

Eine weitere bewegende Begegnung war die mit einer 85-jährigen Frau in Lyman, die seit 18 Monaten im Keller lebt und dennoch optimistisch bleibt. Orth beschreibt auch humorvolle Momente, wie zum Beispiel, dass Autovermietungen anrufen, wenn er sich zu nah an die Front wagt. Solche Anekdoten bringen eine Leichtigkeit in das ernste Thema und zeigen, dass Humor auch in Krisenzeiten ein wichtiges Ventil sein kann.

Reflexion über Wohlstand und Menschlichkeit

Nach seinen Reisen hat Orth eine erhöhte Sensibilität für Geräusche entwickelt, die ihn an seine Erlebnisse in der Ukraine erinnern. Er reflektiert über den Wohlstand und die Sicherheit, die wir in Deutschland genießen, im Gegensatz zu den Erfahrungen in Krisengebieten. Trotz der Herausforderungen, die er sieht, glaubt Orth fest daran, dass die Welt freundlicher ist, als viele denken, und dass die Mehrheit der Menschen gut gesinnt ist. Mit seinem Buch möchte er das schwindende Interesse am Krieg in der Ukraine entgegenwirken und die Geschichten der Menschen, die dort leben, in den Fokus rücken.

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„Couchsurfing in der Ukraine“ ist ein Sachbuch mit 256 Seiten, erschienen im Malik Verlag, ISBN 978-3-89029-594-7, und kostet 18 Euro. Es bietet nicht nur einen kritischen, sondern auch einen unterhaltsamen Blick auf das Land und seine Menschen im Krieg. Stephan Orth zeigt, dass hinter den Schlagzeilen über Konflikte auch Geschichten von Mut, Hoffnung und Menschlichkeit verborgen sind.