In Stellingen, genauer gesagt an der Koppelstraße, steht ein Schild, das auf die „Kunsteisbahn Radrennbahn“ hinweist. Doch die Euphorie um diese Eissportstätte ist seit Anfang September 2025 einem schmerzlichen Ende gewichen. Die rund 30 Jahre alte Dachkonstruktion erwies sich als nicht mehr sicher, und offizielle Gutachten aus dem Jahr 2022 hatten bereits auf potenzielle Risiken bei extremen Witterungsbedingungen hingewiesen. Stürme, Eis- und Schneelasten könnten zur Gefahr werden, weshalb die Schließung unausweichlich war.

Kurzfristig wurde im Herbst 2025 eine temporäre Eisfläche am Steinweisenweg eingerichtet, um die Auswirkungen auf den organisierten Sport abzumildern. Doch auch diese Lösung stellte sich als problematisch heraus: Witterungsbedingungen führten dazu, dass viele Trainings und Punktspiele auf der mobilen Eisfläche ausfielen. Das Bezirksamt Eimsbüttel hielt den Standort für ungeeignet, während Sportsenator Andy Grote die schnelle Reaktion für die Eissportvereine lobte. Leider wurden jedoch erhebliche bauliche Mängel bereits im Mai und August 2025 von Ingenieurbüros festgestellt, die eine Stilllegung der Anlage und den Abbruch des Membrandaches empfahlen.

Die aktuelle Situation der Eissportanlagen

Im Moment gibt es kaum Fortschritte bezüglich der Eissportanlagen in Hamburg. Die Planung und Statik für den Abbruch wurden bereits für 180.000 Euro netto in Auftrag gegeben, doch die Ausschreibung steht noch aus. Die Gebäudemanagement Hamburg GmbH prüft Überdachungslösungen für die Eisfläche nach dem Abriss, doch Eissportler in der Region sind besorgt über die unklare Zukunft und mögliche Frustrationen in der kommenden Saison. Eine solide Lösung ist dringend notwendig, um den Eissport in Hamburg wieder auf die Beine zu stellen.

Für eine nachhaltige Eissportinfrastruktur sind verschiedene Kriterien entscheidend. Die DIN 18036 legt die Planungsgrundlagen für Eissportanlagen in Deutschland fest. Diese Norm behandelt unter anderem Maße und Konstruktion der Eisfläche sowie die Ausstattung und Betriebsräume. Eishockey-Spielfelder sind dabei die häufigste Wettkampfstätte, wobei die Standard-Maße für Eishockey in Deutschland und Europa 60m x 30m betragen. In Nordamerika hingegen gilt ein anderes Format von 56m x 26m, was wirtschaftliche Vorteile für kleinere Formate in Deutschland mit sich bringen kann.

Der Ausblick auf die Eissportzukunft

Die Herausforderungen, mit denen die Eissportgemeinschaft in Hamburg konfrontiert ist, sind gewaltig. Die Unsicherheiten bezüglich der Eissportanlagen und die fehlende Planung für nachhaltige Lösungen werfen einen Schatten auf die bevorstehende Saison. Umso wichtiger ist es, dass Verantwortliche schnell und vorausschauend handeln, um die Zukunft des Eissports in der Hansestadt zu sichern. Schließlich ist die Eisbahn nicht nur der zentrale Punkt für Wettkämpfe, sondern auch ein Ort der Gemeinschaft und des Sports, der viele Herzen höher schlagen lässt.

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