Heute ist der 6.06.2026 und während wir in Altona sitzen, könnte man meinen, die Sonne scheint unermüdlich. Doch was ist mit dem Wetter in Hamburg? Überraschenderweise zeigt sich in dieser schillernden Stadt ein ganz anderes Bild, wenn es um den Niederschlag geht. Trotz der kompakten Größe von Hamburg gibt es riesige Unterschiede in der Niederschlagsverteilung. Wer hätte gedacht, dass die Differenzen zwischen den trockensten und den regenreichsten Gebieten über 200 Millimeter betragen können? Das sind schon ganz andere Dimensionen!
Schaut man sich den Nordosten Hamburgs an, wird schnell klar, wo die meisten Niederschläge fallen. Besonders die Walddörfer im Bezirk Wandsbek stechen hervor. Bergstedt, zum Beispiel, hat jährlich zwischen 800 und 850 Millimeter Niederschlag. Ein bisschen weiter südlich, in den Harburger Bergen, gibt es ebenfalls regenreiche Stadtteile wie Heimfeld und Neugraben-Fischbek, die über 780 Millimeter im Jahr abbekommen. Diese topografischen Faktoren, wie die leicht erhöhte Geestlandschaft, bringen feuchte Luftmassen zum Aufsteigen – und voilà, der Regen ist da!
Ein Blick auf die aktuellen Niederschlagswerte
Wenn wir schon von Regen sprechen, werfen wir mal einen Blick auf die neuesten Zahlen. Am 6. Juni 2026 wurde in Bergstedt, an der Messstation Finkenwerder West, kein einziger Tropfen verzeichnet. Null Komma null Millimeter! Das ist schon erstaunlich, wenn man bedenkt, dass wir uns in einer der regenreichsten Regionen der Stadt befinden. Vielleicht hat die Sonne ja doch ein paar Wolken verdrängt, oder die Wettergötter haben einfach mal eine Pause eingelegt?
Doch nicht nur im Nordosten regnet es gut. Auch Hamburg-Nord kommt nicht zu kurz – Winterhude, Eppendorf und Co. liegen zwischen 740 und 780 Millimetern. Altona, mit seinen charmanten Stadtteilen wie Ottensen und Othmarschen, hat übrigens auch Niederschlagswerte, die deutlich über dem Innenstadt-Niveau liegen. Diese Orte haben etwa 730 bis 760 Millimeter jährlich. Besonders in Blankenese, Sülldorf und Rissen kann man mit 760 bis 780 Millimetern rechnen. Wenn man dort wohnt, sollte man immer einen Regenschirm dabei haben!
Die Auswirkungen des Klimawandels
Aber was bedeutet das alles im Kontext des Klimawandels? Nun, ganz einfach: Der Klimawandel hat Einfluss auf die atmosphärische Zirkulation in Hamburg. Die Jahresniederschläge nehmen zu, und auch die Intensität des Regens hat sich verändert. Statistisch signifikante Zunahmen bei den Winterniederschlägen seit 1881. So haben wir in den letzten Jahren immer wieder besonders niederschlagsreiche Winter erlebt – der nasseste Winter seit Aufzeichnungsbeginn war 2024 mit knapp 540 l/m³.
Die Veränderungen in der Niederschlagsverteilung wirken sich auf unser Wasserangebot aus. Während die Sommer oft trockener werden, können die Winter regenreicher sein. Diese Verschiebungen sind nicht nur ein kleines Wetterphänomen, sondern beeinflussen unser tägliches Leben, unsere Natur und die gesamte Umwelt. Manchmal fragt man sich, ob wir uns an die neue Realität anpassen müssen oder ob wir einfach weiter abwarten sollten, was der Himmel uns bringt.