In der Hamburger Szenekneipe, wo der Schweiß von den Wänden tropft und die Luft nach Pommes und Bier riecht, ist die Stimmung oft entspannt. Doch diese Idylle hat einen Schatten: In Bahrenfeld und Othmarschen haben die Behörden eine Großkontrolle durchgeführt, die wie ein Blitz in der Nacht einschlug. Seit Mittwochabend wird hier gegen illegales Glücksspiel vorgegangen, was für viele Betreiber und Gäste unangenehme Konsequenzen mit sich bringen könnte.

Die Kontrolle begann in der Luruper Hauptstraße, wo in einer Sport-Lounge gleich elf mutmaßlich illegale Glücksspielautomaten entdeckt wurden. Ein stattlicher Betrag von rund 13.500 Euro Bargeld lag ebenfalls auf dem Tisch. Dazu kommen drei Personen, die bei der Kontrolle Wettscheine vorzeigten. Das alles führte zu Verfahren wegen des Verdachts auf unerlaubtes Glücksspiel. Und es blieb nicht bei diesen Funden. In einem nahen Café wurden fünf Automaten entdeckt, von denen drei offenbar illegal betrieben wurden. Auch hier fanden die Beamten 3.000 Euro Bargeld und stießen auf Verstöße gegen Hygienevorschriften. Ein Verdacht auf unerlaubten Aufenthalt eines Mitarbeiters kam ebenfalls ans Licht – einfach eklig, wenn man bedenkt, dass Hygiene in der Gastronomie das A und O ist.

Die rechtlichen Folgen

Illegales Glücksspiel ist nicht nur ein leichtes Vergehen, sondern kann schnell ernsthafte strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. Die Beteiligung am unerlaubten Glücksspiel fällt unter den § 285 StGB, der Strafen von Geldstrafen bis zu sechs Monaten Freiheitsentzug vorsieht. Oft wissen Verbraucher nicht einmal, dass sie sich in einer rechtlichen Grauzone bewegen, etwa bei Online-Casinos oder Sportwetten, die nicht über eine gültige deutsche Lizenz verfügen. Anbieter aus dem Ausland, wie Malta oder Curacao, gelten in Deutschland als illegal.

Das Problem ist, dass viele Menschen unwissentlich in diese Fallen tappen. Es gibt eine Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL), auf der legale Anbieter aufgeführt sind. Wer sich nicht darauf befindet, sollte vorsichtig sein. Einzige Möglichkeit, sich abzusichern: Nachweise für das Fehlen von Vorsatz sammeln. Zahlungsbelege oder E-Mail-Verläufe können im Ernstfall entscheidend sein. Ein Anwalt kann hier Gold wert sein – der Schutz vor unbedachten Aussagen ist entscheidend, wenn es darum geht, sich aus der Schusslinie zu bringen.

Was kommt als Nächstes?

Die Ermittlungen der Polizei können sich über Monate hinziehen. In dieser Zeit können Banken auffällige Transaktionen melden, und so geraten viele ins Visier der Behörden. Die Teilnahme an illegalem Glücksspiel ist nicht nur eine Frage des guten Geschmacks, sondern kann auch zum Verlust von Gewinnen führen. Wenn die Staatsanwaltschaft geltend macht, dass Gewinne aus illegalen Aktivitäten stammen, kann das ganz schön teuer werden. Man könnte sich fragen: Ist das wirklich wert, was man da tut?

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Gerade in Altona, wo das Nachtleben blüht, sollte man sich gut überlegen, wo man sein Geld investiert. Die rechtlichen Rahmenbedingungen sind streng, und in den letzten Monaten haben die Behörden ein wachsames Auge auf die lokale Szene geworfen. Wer in Hinterzimmern oder an nicht zugelassenen Automaten spielt, könnte schnell mit einem Bußgeld oder sogar einer Freiheitsstrafe konfrontiert werden. Und das alles nur für ein bisschen Nervenkitzel?

In Anbetracht der jüngsten Ereignisse ist es ratsam, sich mit der Materie zu beschäftigen und sich rechtzeitig beraten zu lassen. Wer sich nicht sicher ist, ob sein Anbieter legal ist, sollte unbedingt die Whitelist der GGL überprüfen. Es ist besser, auf Nummer sicher zu gehen, als später die Quittung zu erhalten. Und man kann sich sicher sein, die nächsten Wochen in Altona werden spannend – ob man will oder nicht.