Im Hamburger Westen tut sich was! Altona 93, der traditionsreiche Fußball-Oberligaclub, macht sich bereit für einen Umzug, der nicht nur den Verein, sondern auch das Stadtbild verändern wird. Der Abschied von der Adolf-Jäger-Kampfbahn, die der Verein vor 19 Jahren für 11,25 Millionen Euro verkauft hat, steht bevor. Die altehrwürdige Spielstätte hat heute einen geschätzten Wert von 38 Millionen Euro, aber die Zukunft liegt am Diebsteich.
Das neue Stadion, das auf dem ehemaligen ThyssenKrupp-Gelände entstehen wird, wird Platz für 4.999 Zuschauer bieten. Geplant ist der Bezug in der zweiten Hälfte des Jahres 2029. Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) hat bereits verkündet, dass die Termine für die Fertigstellung eingehalten werden, und der „Baustein Stadion“ voraussichtlich Mitte 2029 in Betrieb gehen soll. Das gesamte Projekt am Diebsteich wird als ein wichtiger Impuls für die Entwicklung des Quartiers angesehen.
Ein Stadtquartier im Wandel
Doch das Stadion ist nur ein Teil eines größeren Plans. Neben der Sportstätte wird auch eine Musikhalle, die ebenfalls 4.999 Plätze bieten soll, entstehen. Diese wird in einer ehemaligen Produktionshalle von ThyssenKrupp untergebracht. Die Vision dahinter: Ein vielfältiges Stadtquartier, das Gewerbe, Kultur und Sport vereint. Das Architekturbüro gmp und WES hat den Entwurf geliefert, der das Areal von rund fünf Hektar in ein lebendiges Zentrum verwandeln soll.
Die Behörde für Finanzen und Bezirke hat bereits zugesichert, dass alles im Zeitplan bleibt. Für die Gastronomie im Stadion wird Altona 93 verantwortlich sein. Andere Vereine dürfen die Arena nutzen, solange sie nicht höherklassig sind. Übrigens, auch die Finanzämter der Stadt ziehen um – gleich mehrere werden in die Mantelbebauung einziehen, was dem Quartier zusätzliche Dynamik verleihen könnte. Aber wie so oft, gibt es auch Kritiker. Sven Hielscher von der CDU-Fraktion in Altona hat die Verzögerungen beim Umzug angesprochen und fordert mehr Wohnungsbau.
Finanzielle Aspekte und Herausforderungen
Die Kosten für den Stadionbau, inklusive Mantelbebauung, belaufen sich auf über 100 Millionen Euro. Altona 93 plant, sich mit etwa 10 Millionen Euro am Bau zu beteiligen. Das Bremer Bauunternehmen Zech ist bereits in der Vorplanungsphase involviert und wird später auch den Betrieb übernehmen. Es gibt aber auch Herausforderungen; Verzögerungen sind unter anderem auf die Neuplanung eines S-Bahntunnels zurückzuführen. So könnte es noch bis 2027 dauern, bis die Baugenehmigungen erteilt werden.
Die Umstrukturierung des Gebiets am Diebsteich wird das Gesicht der Umgebung nachhaltig prägen. Mit einem Mix aus öffentlich geförderten, frei finanzierten Miet- und Eigentumswohnungen werden rund 300 Wohnungen entstehen. Es bleibt spannend zu sehen, wie sich die Pläne entwickeln und ob alles nach Plan verläuft. Die Fans von Altona 93 und die Anwohner dürfen auf das neue Quartier gespannt sein. Das Gefühl, am Puls der Zeit zu sein, ist unbestreitbar!