Am 13. Mai 2026 wird in Norddeutschland ein ungewöhnlicher Christi Himmelfahrt gefeiert. In Hamburg, wo der Himmel oft von grauen Wolken verhangen ist, wird dieser Tag nicht nur für fröhliche Ausflüge mit Bollerwagen und Bier genutzt. Stattdessen ruft ein Kollektiv zu einer wichtigen Demonstration auf, die sich gegen sexualisierte Gewalt richtet. Hierbei geht es nicht einfach um ein paar laute Worte – es geht um eine ganz grundlegende Frage: Wie verhalten wir uns, gerade als Männer, in einer Gesellschaft, in der Gewalt gegen Frauen und FLINTA-Personen (Frauen, Lesben, intergeschlechtliche, nicht-binäre, trans- und agender Menschen) immer noch ein großes Problem darstellt?

In Hamburg wird unter dem Motto „Come on, Boys! – aka Der Bollerwagen der Würde“ eine Kundgebung am Heiligengeistfeld organisiert. Um 14:00 Uhr wird der Platz mit Menschen gefüllt sein, die nicht nur lautstark protestieren, sondern auch den Mut aufbringen wollen, über ihre eigenen Rollenbilder nachzudenken. Es ist höchste Zeit, dass auch Männer Verantwortung übernehmen und sich gegen die Gewalt aussprechen, die oft still und heimlich geschieht. Wie oft haben wir schon gehört, dass Aufklärungsarbeit hauptsächlich von Frauen geleistet wird? Das muss sich ändern!

Gemeinsam gegen Gewalt

Die Hamburger Initiative „ComeOnBoys“ wird von bekannten Persönlichkeiten unterstützt, darunter Schauspieler Enrique Fiß und Musiker Arne Ihlenfeld. Ihre Präsenz zeigt, wie wichtig es ist, dass Männer sich solidarisieren und nicht wegschauen. Vor Ort wird ein Raum geschaffen, in dem Männer ihre Traditionen und Verhaltensweisen hinterfragen können. Auch Frauen und Familien sind herzlich willkommen – denn es ist ein gemeinsames Anliegen, das nur zusammen angegangen werden kann.

Die Organisatoren der Demonstration kritisieren die oft alkoholgeschwängerten Männergruppen, die am Vatertag durch die Straßen ziehen und dabei nicht selten für sexuelle Belästigungen sorgen. Die Diskussion über digitale und sexualisierte Gewalt hat in den letzten Jahren an Intensität gewonnen, besonders nach den Vorwürfen gegen Christian Ulmen, die viele zum Nachdenken bringen. Die Wogen der Empörung sind hoch, und das ist gut so! Tausende gingen in verschiedenen Städten auf die Straße, um für besseren Schutz von Opfern zu kämpfen.

Ein Blick auf die Realität

Gewalt gegen Frauen und Mädchen zeigt sich nicht nur in körperlichen Übergriffen, sondern auch in verbalen und psychischen Attacken. Diese Übergriffe können überall stattfinden – zu Hause, im Internet, beim Ausgehen oder sogar im Beruf. Die erfassten Zahlen steigen alarmierend, und es ist an der Zeit, dass wir uns dem stellen. Die aktuellen Entwicklungen veranschaulichen, wie abwertendes Verhalten gegen Frauen gefördert wird. Das Thema muss in Schulen und in der Gesellschaft breiter diskutiert werden.

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Lehrkräfte haben die Möglichkeit, mit speziell entwickelten Arbeitsblättern das Bewusstsein bei Mädchen und Jungen zu schärfen. Hilfsangebote und politische Ansätze zur Eindämmung der Gewalt sind ebenso wichtig wie die Sensibilisierung der jungen Generation.

In dieser besonderen Atmosphäre am Himmelfahrtstag wird klar, dass der Feiertag nicht nur ein Anlass für Feiern und geselliges Beisammensein ist. Vielmehr ist es ein entscheidender Moment, um über gesellschaftliche Normen und Werte nachzudenken. Deshalb ist es unerlässlich, dass wir gemeinsam aufstehen und unsere Stimme erheben – gegen Gewalt und für eine respektvolle, gewaltfreie Zukunft.