In Bremen bleibt die ehemalige Disco Stubu am Rembertiring bis Ende Juni 2024 ein wichtiger Anlaufpunkt für Drogenabhängige. Diese Entscheidung wurde getroffen, um den Menschen, die an illegalisierten Substanzen wie Heroin oder Kokain leiden, einen Ruhe- und Regenerationsort (Rego) zu bieten. Das Rego, das am 17. Februar 2022 eröffnet wurde, hat sich als unverzichtbarer Bestandteil der Bremer Drogenhilfestrategie etabliert.
Monatlich nutzen etwa 2000 bis 3000 Klienten das Angebot, das neben Schlafmöglichkeiten auch Beratung und kostenlose Verpflegung umfasst. Dabei ist der Konsum von Drogen im Rego strikt verboten, um einen sicheren Raum für Regeneration und Unterstützung zu gewährleisten. Die Gesundheitsbehörde hat zudem in den vergangenen Wochen weitere 5,6 Millionen Euro für die Drogenhilfestrategie in den Jahren 2026 und 2027 bereitgestellt, um die Hilfsangebote in Bremen auszubauen.
Das Angebot im Rego
Das Rego bietet nicht nur einen geschützten Raum zum Ausruhen, sondern auch eine Vielzahl an zusätzlichen Dienstleistungen. Hier können Klienten mit geschulten Sozialarbeitern sprechen, die ihnen bei der Integration in das Hilfesystem zur Seite stehen. Die Einrichtung hat sechs Liegen für die Erholung bereitgestellt und kann bei Bedarf noch weitere Liegen zur Verfügung stellen. Zudem können Drogenabhängige Utensilien wie Spritzen sicher entsorgen und gegen sterile Materialien eintauschen.
Zu den weiteren Angeboten gehören Informationen zu Infektionskrankheiten wie HIV und Hepatitis sowie die Möglichkeit, kleinere technische Geräte aufzuladen oder zu telefonieren. Der Zutritt ist ausschließlich für Konsumenten und sozialarbeitende Mitarbeiter erlaubt, was die Sicherheit und Privatsphäre der Klienten gewährleistet.
Zukunft des Rego
Die Gesundheitsbehörde führt bereits Verhandlungen über einen neuen Standort, der voraussichtlich in der Nähe des Hauptbahnhofs liegen wird. Dieser Umzug könnte die Reichweite der Hilfsangebote weiter erhöhen. Bis zur Wiedereröffnung des Rego am 17. Februar 2025 in den ehemaligen Räumlichkeiten der Stubu-Diskothek bleibt das aktuelle Angebot für die Drogenabhängigen von großer Bedeutung. Die Gesundheitsbehörde hat außerdem angekündigt, dass das Tagesangebot bis Ende Juni 2024 verlängert wird.
In Anbetracht der wachsenden Drogenszene in Bremen, besonders im Hinblick auf den Konsum von Crack, ist der Bedarf an solchen Einrichtungen größer denn je. Die jährlichen Kosten für den Betrieb des Rego belaufen sich auf 643.160 Euro, die vollständig von der Gesundheitsbehörde finanziert werden. Diese Investitionen sind Teil einer umfassenden Strategie, die darauf abzielt, die Drogenhilfe in Bremen zu verbessern und zu erweitern.
Insgesamt zeigt die Situation in Bremen, wie wichtig es ist, Rückzugsorte für Menschen in Not zu schaffen. Das Rego bietet nicht nur einen physischen Raum, sondern auch die nötige Unterstützung, um den Klienten eine Perspektive zu bieten und sie auf ihrem Weg zu einer besseren Lebensqualität zu begleiten.