Heute ist der 25. Mai 2026 und in ganz Deutschland wird der Deutsche Mühlentag gefeiert! Ein festlicher Anlass, an dem rund 650 historische Mühlen ihre Türen für die Öffentlichkeit öffnen. Was für ein Spektakel! Normalerweise bleiben diese wunderbaren Bauwerke, die so viel über unsere Kulturgeschichte erzählen, verborgen. Doch heute können wir einen Blick hinter die Kulissen werfen und uns in die Welt des Müllerhandwerks entführen lassen.
In Bremen ist die Aufregung spürbar. Hier erwarten uns Führungen durch die Oberneulander Mühle und die Mühle am Wall, mitten in der Innenstadt. Die Mühlenbetreiber haben sich mächtig ins Zeug gelegt, um den Besuchern nicht nur die alten Maschinen, sondern auch die Geschichten, die sie begleiten, näherzubringen. Es ist eine Reise durch die Zeit, bei der man das Gefühl hat, die Vergangenheit könnte gleich um die Ecke biegen und uns mit frischem Mehl empfangen. Das ist echter norddeutscher Charme!
Ein Fest für alle Sinne
Aber nicht nur in Bremen gibt es viel zu entdecken. Auch in Niedersachsen öffnen zahlreiche Mühlen ihre Pforten. Unter den 139 geöffneten Mühlen finden wir die Windmühle Moorsee in Nordenham, die Seefelder Mühle in Stadland und die berühmte Windmühle in Worpswede. Die Klostermühle Heiligenrode in Stuhr, die Wassermühle Hude und die Windmühle Achim stehen ebenfalls auf der Liste. Jeder Ort hat seine eigene, besondere Geschichte zu erzählen und es riecht nach frisch gebackenem Brot – einfach himmlisch!
Der Deutsche Mühlentag wird von der Deutschen Gesellschaft für Mühlenkunde und Mühlenerhaltung (DGM) e.V. organisiert. Das ist nicht nur ein einmaliges Event, sondern eine lebendige Tradition. Seit über 30 Jahren inspiriert dieser Tag Groß und Klein und erinnert uns daran, wie wichtig das Müllerhandwerk für unsere Kulturgeschichte ist. An diesem Pfingstmontag sind Wind-, Wasser-, Dampf- und Motormühlen in Betrieb und laden uns ein, in die Welt des alten Handwerks einzutauchen.
Kultur und Kulinarik
Das Programm ist vielfältig. Führungen, kleine Feste mit Musik und kulinarischen Köstlichkeiten erwarten die Besucher. Man kann sich lebhaft vorstellen, wie die Klänge von alten Mühlenrädern und das Lachen der Kinder durch die Luft wehen. Die Mühlenbetreiber sind stolz darauf, ihr Kulturgut zu präsentieren und die Begeisterung ist ansteckend. Wer weiß, vielleicht entdeckt man bei einem Besuch sogar die eigene Leidenschaft für das Müllerhandwerk!
Die Idee des Deutschen Mühlentages entstand vor mehr als dreißig Jahren, inspiriert von holländischen Mühlenfreunden, die bereits seit 1973 einen solchen Tag feiern. Der erste Deutsche Mühlentag fand 1994 statt und wird seitdem jährlich von einem wechselnden Landes- oder Regionalverband der DGM ausgerichtet. Die Schirmherrschaft übernimmt in der Regel der jeweilige Ministerpräsident oder die Ministerpräsidentin. Das zeigt, wie wichtig dieser Tag für die Region ist!
Wenn man durch die offenen Türen der Mühlen schreitet, spürt man die Verbindung zur Vergangenheit. Das Rattern der Maschinen, der Duft des Mehls – all das erzählt von einer Zeit, in der das Müllerhandwerk eine zentrale Rolle im Leben der Menschen spielte. Wer an diesem Tag die Mühlen besucht, hat nicht nur die Möglichkeit, etwas zu lernen, sondern auch ein Stück Geschichte hautnah zu erleben.