Heute ist der 9.06.2026 und in Bremen ist die Stimmung etwas angespannt. Am 1. Juli 2023 hob der letzte Lufthansa-Flug von hier nach Frankfurt ab. Ein schwerer Schlag für die Bremischen Reisenden, denn seitdem gibt es keine Direktflüge mehr zum größten deutschen Drehkreuz. Das hat nicht nur Auswirkungen auf den Individualverkehr, sondern auch auf die Wirtschaft. Bremens Wirtschaftsstaatsrat Kai Stührenberg ist seit zwei Wochen im Gespräch mit Vertretern der Lufthansa. Diese Verhandlungen sind alles andere als einfach – vertraulich und komplex, so wird berichtet.

Obwohl die Lufthansa keine genauen Zahlen zu den Verlusten bekannt geben möchte, wird der Verlust auf der Strecke Bremen-Frankfurt auf etwa 12 Millionen Euro jährlich geschätzt. Das ist kein Pappenstiel! Stührenberg betont die Dringlichkeit, eine Lösung zu finden, um diese Verluste zu reduzieren. Die Streichung der Strecke ist nicht rückgängig zu machen, dennoch gibt es Hoffnung auf eine mögliche Reaktivierung im Winterflugplan oder im kommenden Jahr. Das klingt fast wie ein Lichtblick am Horizont – aber wer weiß?

Wirtschaftliche Überlegungen und Lösungen

Besonders interessant ist das Interesse des Logistikkonzerns Kühne und Nagel, der seinen Sitz ebenfalls in Bremen hat. Klaus-Michael Kühne hat seinen Anteil an Lufthansa auf knapp 20 Prozent erhöht. Vielleicht kann er ja etwas bewirken? Bürgermeister Andreas Bovenschulte hat das Modell der Airline Skyhub ins Spiel gebracht, doch die wurde aufgrund geringer Nachfrage eingestellt. Ein bisschen wie ein verirrter Schuss ins Blaue, oder? Stührenberg prüft nun das Paderborner Modell und ist sich bewusst, dass eine neue Airline nur mit wirtschaftlicher Beteiligung realistisch wäre. So ist das Leben – ohne Geld läuft nichts.

Eduard Dubbers-Albrecht, der Vorsitzende der Metropolregion Nordwest, sieht die Gründung einer Airline als Ultima Ratio, falls die Verhandlungen mit Lufthansa scheitern sollten. Das klingt nach einem echten Notfallplan. An sich eine spannende Idee, aber auch ein gewaltiger Schritt. Man fragt sich, wie oft solche Pläne in der Vergangenheit schon gescheitert sind. Und ob die Bremer bereit sind, ein solches Wagnis einzugehen.

Ein Ausblick auf die Zukunft

Was wird aus der Luftfahrtverbindung nach Frankfurt? Der Weg ist steinig, doch jeder, der in Bremen lebt oder arbeitet, ist auf diese Verbindung angewiesen. Das Gefühl von Ungewissheit schwingt in der Luft. Die Stadt hat viel zu bieten, aber ohne eine verlässliche Anbindung an die großen Städte wird es schwierig, neue Investoren und Reisende zu gewinnen. Vielleicht wird die Lösung eines Tages auf dem Tisch liegen – oder vielleicht auch nicht. Das Leben ist voll von Überraschungen, die wir nicht immer steuern können.

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Wie auch immer die Verhandlungen ausgehen, die Bremer sind ein hartnäckiges Volk. Und wer weiß, vielleicht wird der Himmel über Bremen bald wieder blauer – und die Flugzeuge fliegen wieder nach Frankfurt. Bis dahin heißt es: Geduld haben und die Hoffnung nicht aufgeben. Irgendwie wird das schon werden.