Heute ist der 13.05.2026 und in Bremen gibt es wieder Neuigkeiten für alle Autofahrer, die die A27 nutzen. Seit dem 29. April sind die Nächte von Mittwoch auf Donnerstag für den Verkehr zwischen Bremen-Horn-Lehe und Bremen-Vahr gesperrt. Das bedeutet, dass zwischen 22 und 5 Uhr die Straßen frei von Autos sind. Aber warum das Ganze? Die Antwort liegt in Schwertransporten, die aufgrund ihrer Größe auf die Gegenfahrbahn wechseln müssen. Diese Transporte nutzen den Brückenteil von 1971 – und das hat seine Gründe.
Die Brücke über die Leher Heerstraße, die von 1937 stammt, hat nicht mehr die nötige Tragfähigkeit. Eine Statik-Berechnung hat ergeben, dass sie entlastet werden sollte. Deshalb wurde die Brückenklasse von 45 auf 30 herabgestuft. Schwere Lkw über 90 Tonnen können die Strecke nicht mehr nutzen und müssen auf alternative Routen ausweichen. Doch keine Sorge, der reguläre Lkw-Verkehr bleibt unberührt. Wer mit einem genehmigungsfreien Lkw unterwegs ist, kann nach wie vor in Ruhe die A27 befahren.
Umleitungen und bauliche Maßnahmen
Die nächtliche Vollsperrung ist nicht nur eine kurzfristige Lösung. Sie ermöglicht Schwertransporten, die Richtung Bremerhaven und Cuxhaven fahren, die nötige Umleitung. Der Verkehr wird ab der Anschlussstelle Vahr bis Horn-Lehe in Richtung Bremerhaven umgeleitet und in die andere Richtung von Horn-Lehe zur Anschlussstelle Vahr. Und das ist noch nicht alles: Die Unterführung der Leher Heerstraße wird seit Ende 2025 für Fahrzeuge über 120 Tonnen nicht mehr geeignet sein. Das ist ein Problem, das sich nicht in Luft auflöst.
Der Baugrund für den Neubau der Brückenteile wird bereits im Februar untersucht. Geplant ist, dass die Bauarbeiten Mitte kommenden Jahres beginnen. Bis dahin wird das jüngere Teilbauwerk ertüchtigt, damit der Verkehr während der Bauphase aufrechterhalten werden kann. Das ist zwar nicht ideal, aber besser als nichts. Während der Bauzeit wird der Verkehr über die neueren Fahrspuren geleitet – aber mit zwei verengten Fahrspuren in beide Richtungen. Das könnte an manchen Tagen etwas eng werden, also immer schön die Nerven bewahren!
Ein Blick in die Zukunft
Die Planungen für den Neubau sind bereits in vollem Gange. Ab etwa 2027 sollen beide Brückenteile nacheinander ersetzt werden, beginnend mit dem älteren. Das bringt frischen Wind und hoffentlich eine deutlich verbesserte Verkehrssituation. Die Autobahn GmbH hat sogar eine Projektseite eingerichtet, um alle Interessierten über den Fortschritt zu informieren. Das ist doch mal ein guter Service!
Bis dahin müssen wir uns alle an die Umleitungen gewöhnen und die nächtlichen Sperrungen in Kauf nehmen. Ein bisschen Geduld und Verständnis sind gefragt. Und hey, vielleicht wird die neue Brücke ja ein echter Hingucker! Wer weiß, was die Zukunft bringt?