In Bremen tut sich einiges in der Airport-Stadt! Die Erschließungsarbeiten für die Verlängerung der Hanna-Kunath-Straße haben begonnen und bringen frischen Wind in das wirtschaftliche Zentrum der Stadt. Auf einer Fläche von 6,9 Hektar sollen bis 2027 neue Gewerbeflächen für Unternehmen geschaffen werden. Die WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH ist federführend bei der Entwicklung dieser neuen Grundstücke, die besonders für Firmen im Luft- und Raumfahrt-Sektor von Interesse sein dürften. Aktuell sind in der Airport-Stadt bereits 590 Unternehmen ansässig, die etwa 21.400 Beschäftigte beschäftigen. Hier wird Zukunft gebaut!

Die ersten Arbeiten umfassen die Aufhöhung des Geländes mit stattlichen 47.000 Kubikmetern Sand. Damit wird die Grundlage für Straßen, Infrastruktur, Entwässerungssysteme und Versorgungsleitungen geschaffen. Bei der Planung wird zudem auf nachhaltiges Bauen geachtet, was der Umwelt und den zukünftigen Nutzern zugutekommt. Andreas Heyer von der WFB hebt die Bedeutung der nachhaltigen Flächenentwicklung hervor, und das aus gutem Grund: Das Ziel ist die Stärkung des Wirtschaftsstandorts Bremen sowie die Schaffung von Raum für Innovation und die langfristige Sicherung von Arbeitsplätzen.

Diskussion um die Horner Spitze

Doch nicht alles verläuft reibungslos im Bereich der Stadtentwicklung. Die SPD plant die Entwicklung von weiteren 34 Hektar Flächen für Luft- und Raumfahrtunternehmen in der Airport-Stadt Süd. Hierbei gibt es jedoch Widerstand von den Grünen, die sich für den Erhalt der Naturfläche Horner Spitze einsetzen. Diese sechs Hektar große Fläche im Stadtteil Horn-Lehe wird seit Herbst 2021 als mögliche Gewerbefläche diskutiert. Die Zustimmung der Grünen zur geplanten Machbarkeitsstudie hängt von der Bedingung ab, dass die Horner Spitze über die Legislaturperiode hinaus geschützt bleibt.

Volker Stahmann, der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD, betont die Wichtigkeit dieses Areals für Unternehmen wie Airbus, was die Debatte zusätzlich anheizt. Der Koalitionsausschuss wird sich erneut mit diesem Thema befassen, doch ob bis zum festgelegten Termin eine Einigung erzielt werden kann, bleibt ungewiss.

Die Luft- und Raumfahrtindustrie in Bremen

Die Bremer Luft- und Raumfahrtindustrie hat in den letzten 100 Jahren einen bemerkenswerten Aufstieg erlebt und ist mittlerweile ein bedeutender Wirtschaftszweig. Mit über 140 Unternehmen und 20 Instituten, die rund 12.000 Personen beschäftigen, erzielt die Branche jährlich Umsätze von mehr als 4 Milliarden Euro. Bremen hat sogar die höchste Beschäftigungsdichte in der Luft- und Raumfahrt in Deutschland, wenn man die Einwohnerzahlen betrachtet.

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Regelmäßig präsentiert sich die Branche auf internationalen Messen, und die Space Tech Expo in Bremen, die alle zwei Jahre stattfindet, zieht mehr als 300 nationale und internationale Unternehmen an. Die Innovationsstrategien der Stadt zielen darauf ab, die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und Bremen unter die zehn besten Technologieregionen Deutschlands zu bringen. Diese Entwicklungen sind nicht nur für die Wirtschaft, sondern auch für die Schaffung von Arbeitsplätzen und die Förderung von Innovationen von zentraler Bedeutung.

Insgesamt zeigt sich, dass Bremen auf einem spannenden Weg ist, sowohl wirtschaftlich als auch infrastrukturell. Die Herausforderungen in der Stadtentwicklung müssen zwar gemeistert werden, doch die Perspektiven für die Luft- und Raumfahrtbranche sind vielversprechend.