Heute ist der 1.06.2026, und während in Norddeutschland die Wellen des Ausbildungsmarktes sanft an die Küsten rollen, ist die Situation für viele angehende Azubis und Unternehmen alles andere als einfach. Der Ausbildungsmarkt zeigt ein gespaltenes Bild, das man vielleicht mit einem Blick auf die Zahlen erläutern könnte, aber wir lassen die Zahlen mal für einen Moment Zahlen sein. Stellt euch vor, in Berlin fehlen sage und schreibe 79 Büromanagement-Assistenten, während gleichzeitig in Wiesbaden die Bewerberzahlen explodieren. Da fragt man sich doch: Wo bleiben die Lehrstellen eigentlich? Und wo sind die jungen Menschen, die diese Plätze füllen möchten?

So ist die Lage in Wiesbaden, wo auf 100 offene Positionen 149 Bewerber kommen – das klingt fast nach einem Spiel mit unfairen Karten. Hier sind 2.164 Bewerber auf der Suche nach 1.460 gemeldeten Stellen, was einen Rückgang von 26,3% im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Ein wahres Chaos, könnte man sagen! Im Gegensatz dazu haben wir den Großraum Berlin-Brandenburg, wo über 8.000 Ausbildungsplätze für 2026 und 2027 unbesetzt bleiben. Die Vielfalt der Ausbildungsbetriebe hier ist überwältigend: von Immobilienkonzernen bis hin zu Verkehrsverbünden – aber die Plätze sind eben nicht genug.

Norddeutsche Perspektiven

Im hohen Norden, genauer gesagt in Stormarn und dem Herzogtum Lauenburg, steigen die Bewerberzahlen um 16,3% auf 1.694. Das klingt ja erst mal positiv. Doch die Schattenseite ist, dass die Zahl der gemeldeten Stellen um 6,5% auf 1.984 sinkt. Über 1.100 Ausbildungsplätze sind noch frei – und das vor dem Herbst, wenn die Schulen wieder anfangen! Unternehmen wie Grone-Bildungszentren, BIM, Vonovia SE und die Deutsche Bank AG bieten Ausbildungsplätze an, aber offensichtlich sind viele Plätze unbesetzt.

Die Gehälter für Azubis in Berlin, die im September starten, variieren stark: vom ersten Jahr mit 620 bis 1.068 Euro, über das zweite Jahr mit 732 bis 1.118 Euro bis hin zu 837 bis 1.199 Euro im dritten Jahr. Es gibt also durchaus Anreize, das Abenteuer Ausbildung zu wagen! Doch die Vergütung hängt stark vom Tarifvertrag und der Branche ab – da könnte man fast meinen, es gibt keine Gleichheit in der Ausbildung.

Überregionale Trends und Herausforderungen

<pNicht nur hier in Norddeutschland stellt sich die Situation etwas wackelig dar. Der bundesweite Ausbildungsmarkt zeigt stagnierende Entwicklungen nach der Erholung von der Coronapandemie. Der Berufsbildungsbericht 2025 prognostiziert sogar einen Rückgang der Ausbildungsverträge für 2024. Mit 486.700 abgeschlossenen Ausbildungsverträgen zum 30. September 2024 wird ein Rückgang um 2.500 oder 0,5 % im Vergleich zum Vorjahr prognostiziert. Das ist schon eine Hausnummer! Die Nachfrage nach dualer Berufsausbildung bleibt zwar hoch, aber die unbesetzten Ausbildungsstellen sind auf 69.000 gestiegen.

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Es gibt richtig interessante Herausforderungen: Ein Rückgang der Arbeitskräftenachfrage, gepaart mit einem demografisch bedingten Rückgang angehender Fachkräfte, macht die Situation nicht einfacher. Besonders im Handwerk und in der Industrie gibt es massive Matching-Probleme zwischen Angebot und Nachfrage. Und dann ist da noch die geforderte Verbesserung der Berufsorientierung in Schulen. Könnte es sein, dass die jungen Leute einfach nicht wissen, was für Möglichkeiten sie haben? Die Empfehlungen des BIBB sprechen eine klare Sprache: Man muss den Stellenwert der beruflichen Bildung erhöhen und die Passungsprobleme reduzieren!

Zusammenfassend mag der Ausbildungsmarkt ein wenig chaotisch erscheinen, aber mit einem klaren Blick auf die Chancen und Herausforderungen können wir vielleicht doch einen Weg finden, diese Wellen erfolgreich zu reiten. Ob in Wiesbaden, Berlin oder Norddeutschland – der Wunsch nach der perfekten Ausbildung bleibt, auch wenn es nicht immer einfach ist, ihn zu erfüllen.