In Norddeutschland, wo die Luft oft frisch und klar ist, haben Lars Dellen und sein Sohn Nils im Jahr 2018 eine spannende Reise begonnen. Nach dem Kauf eines Wohnmobils, das ihnen ermöglichen sollte, die Schönheit der Natur hautnah zu erleben, kam es zu einem kleinen Missgeschick in der Küche. Eine Glasabdeckung fiel herunter und die Tomatensauce verteilte sich über die Wohnmobil-Innenräume. Anstatt sich darüber zu ärgern, kam ihnen eine geniale Idee – die Notwendigkeit eines Haken, der einfach nicht vorhanden war, führte zur Gründung von „3D4U Freiburg“. Hierbei handelt es sich um ein Unternehmen, das sich auf die Entwicklung von Wohnmobil-Zubehör und Ersatzteilen spezialisiert hat, und das vor allem durch den Einsatz von 3D-Drucktechnologie geprägt ist.
Inzwischen umfasst das Sortiment etwa 60 Produkte, die nicht nur funktional, sondern auch durchdacht sind. Oft entstehen sie aus der Not heraus, wenn bestimmte Ersatzteile vom Hersteller nicht mehr erhältlich sind. Ein anschauliches Beispiel ist der abgebrochene Griff an der Aufbautür. Anstatt die überteuerte Ersatzlösung für 300 bis 400 Euro zu wählen, bieten Lars und Nils eine kostengünstige 3D-Druck-Alternative für etwa 80 Euro an. Kunden schicken ihnen Fotos und Maße defekter Teile, und die Produkte werden nicht einfach identisch nachgebaut, sondern verbessert, um gängige Bruchstellen zu verstärken. Ein besonders beliebtes Produkt ist der Dachpfützensauger – eine geniale Erfindung, die Regenwasser von Wohnmobildächern abführt und so das Camping-Erlebnis erheblich erleichtert.
Innovationen für Camper
Doch die Welt des 3D-Drucks für Wohnmobile ist nicht nur auf „3D4U Freiburg“ beschränkt. Ein weiterer Anbieter, 3DKüstendruck, hat ebenfalls spannende Produkte im Angebot. Dazu gehören unter anderem Kaffeefilterhalter, die stabil sind, aber oft mit fehlenden passenden Schrauben zu kämpfen haben, und Doppel-Gaskappenhalter, die den Einkauf zu einem problemlosen Erlebnis machen. Auch Schuhaufbewahrungslösungen und Fensterhaken für Caravan-Fenster sind im Sortiment vertreten. Hier merkt man, dass Kreativität und praktische Problemlösungen Hand in Hand gehen.
Außerdem bieten sie Schritt-für-Schritt-Anleitungen zur Reinigung des Wassersystems im Wohnmobil an, besonders nach längeren Standzeiten im Winter – ein unerlässlicher Tipp für jeden Camper, der seine Mobilität auch in den kalten Monaten genießen möchte. Apropos Winter: Das Campingjahr 2026 wird einige Neuerungen für Wohnwagen- und Wohnmobil-Nutzer bringen, darunter technische Entwicklungen, Gesetzesänderungen und kostentechnische Anpassungen. Wer sein Wohnmobil winterfest machen möchte, sollte diese Tipps dringend beherzigen, um die Sauberkeit und die Funktionalität zu gewährleisten.
Ein Blick in die Zukunft
Lars Dellen bringt seine betriebswirtschaftliche Erfahrung in das Projekt ein, während Nils sich mit seinem Maschinenbaustudium bestens auskennt. Der Umweltgedanke ist ihnen ebenfalls wichtig. Indem sie bestehende Teile reparieren anstatt sie vollständig zu ersetzen, tragen sie zur Nachhaltigkeit bei. Ihr Ziel? Das Hobby vielleicht eines Tages zum Hauptberuf auszubauen. Derzeit bleibt das Projekt ein Nebenjob, das sich durch die Einnahmen aus Drucker, Material und Betriebskosten finanziert. Ein kleiner Schritt für die beiden, aber ein großer für die Camping-Community!
Die Entwicklungen im Bereich des 3D-Drucks und der innovativen Lösungen für Wohnmobile sind nicht nur aufregend, sondern zeigen auch, dass aus kleinen Missgeschicken große Möglichkeiten entstehen können. Wer mehr über diese kreativen Köpfe und ihre Produkte erfahren möchte, kann sich auf 3D-Nord umsehen und mit ihnen in Kontakt treten. Hier wird die Leidenschaft für das Camping und die Liebe zur Technik miteinander verbunden – und wer weiß, vielleicht inspiriert es ja auch den einen oder anderen Leser, selbst aktiv zu werden!