Heute ist der 5.05.2026 und während viele von uns vielleicht mit dem Alltag beschäftigt sind, gibt es in Bichl, Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen, etwas ganz Besonderes zu berichten. Ein Pärchen von Weißstörchen hat sich hier niedergelassen – und das, wie könnte es anders sein, in einem selbstgebauten Ersatznest der Deutschen Bahn. Ja, genau, die Bahn, die nicht nur Züge, sondern auch Nistplätze für unsere gefiederten Freunde schafft!

Die Geschichte beginnt mit Sanierungsmaßnahmen an der Bahnstrecke zwischen Kochel am See und Tutzing. Da wurden alte Oberleitungen, die aus den 1930er-Jahren stammten, durch neue ersetzt. Um die neue elektrische Infrastruktur zu gewährleisten, wurden satte 600 neue Masten aufgestellt. Allerdings musste ein alter Mast, der ein Storchennest beherbergte, weichen – das hat ein bisschen Herzschmerz verursacht, oder? Aber keine Sorge, die Deutsche Bahn hat vorgesorgt und ein neues Nest errichtet. Dieses ist nicht nur neun Meter hoch, sondern auch mit Weide ausgekleidet und hat einen Nistkorb, der auf die Ankunft der Störche gewartet hat.

Ein neuer Lebensraum für Reßi und Wiggal

Die ersten Bewohner des Ersatznests waren zunächst nicht da. Es blieb leer, bis im März endlich das Weißstorchen-Paar eintraf. Die Kinder der Bichler Kita „Reßi“ (von Theresia) und „Wiggal“ (Ludwig) haben den beiden Störchen auch gleich ihre Namen gegeben – wie süß ist das denn? Nun bleibt nur zu hoffen, dass Reßi und Wiggal bald Nachwuchs bekommen. Denn die Störche sind ortstreu, was die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass sie sich langfristig in der Region ansiedeln.

Das Nest hat einen Durchmesser von mehr als einem Meter – schon ganz schön stattlich. Und auch wenn ein altes Nest in der Nähe erhalten blieb, ist die neue Bleibe ein Zeichen für die positive Entwicklung der Storchpopulation. Nach einigen Rückschlägen, wie der Hagelkatastrophe im vergangenen Jahr, hat sich die Anzahl der Weißstörche erfreulicherweise gut erholt. Die Loisach-Kochelsee-Moore bieten hierfür den idealen Lebensraum – was für ein glücklicher Ort!

Ein Blick auf die Region

In dieser idyllischen Umgebung hat die Natur noch viele Überraschungen parat. Die Moorlandschaften sind nicht nur ein Paradies für Störche, sondern auch für viele andere Vogelarten. Es ist einfach beeindruckend, wie sich die Flora und Fauna in dieser Region entfaltet. Und während wir über die Störche sprechen, denkt man auch an die vielen anderen Tiere, die hier leben und die mit Sicherheit ihre eigene Geschichte zu erzählen hätten.

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Die Planung und Konstruktion des Ersatznestes dauerte mehrere Monate und kostete etwa 40.000 Euro – eine Investition, die sich definitiv lohnt, wenn man bedenkt, wie wichtig solche Projekte für den Tierschutz und die Biodiversität sind. Die Störche bringen nicht nur Leben in die Gegend, sondern auch Freude und ein Gefühl von Heimat – das ist unbezahlbar.

So bleibt uns nur die Daumen zu drücken für Reßi und Wiggal und auf dass sie bald das erste Gezwitscher von Nachwuchs hören lassen! In Bichl ist die Natur zurück und das mit einem ganz besonderen Flair.