Heute ist der 6.06.2026, und während die Welt hierzulande in der warmen Juni-Sonne schwelgt, brodelt es gleichzeitig am Finanzmarkt. In den letzten Tagen hat sich alles um das Thema SpaceX gedreht. Jörg Wiechmann, Geschäftsführer des Itzehoer Aktien Clubs (IAC), hat in seinem neuesten Börsenkommentar einige Gedanken zu dem bevorstehenden IPO der Weltraumfirma von Elon Musk geteilt. Und das ist nicht nur für die Raumfahrtbegeisterten unter uns spannend, sondern auch für die Anleger, die auf der Suche nach dem nächsten großen Ding sind.
Der Plan von Elon Musk, SpaceX an die Börse zu bringen, um frisches Kapital für seine ambitionierten Projekte zu sammeln, hat bereits für viel Aufregung gesorgt. Immerhin hat der Dow Jones kürzlich die Marke von 50.000 Punkten überschritten – was für die Börsen eine Phase der Euphorie und der geringen Risikoaversion bedeutet. Doch wie Wiechmann warnt, sollte man bei all dem Jubel auch die Schattenseiten im Blick behalten. SpaceX hat in der Vergangenheit Milliardenverluste eingefahren, und ob das Unternehmen jemals Gewinne im Weltraum erzielen wird, ist mehr als fraglich.
Risiken und Chancen für Anleger
Wiechmann hebt hervor, dass die langfristige Erfolgsbilanz von Neuemissionen oft eher mau aussieht. Gründer wie Musk kennen ihre Unternehmen in der Regel besser als die Anleger, was zu einer gewissen Ungleichheit führen kann. Der Börsengang von SpaceX könnte, ähnlich wie die Internetfirmen vor dem Platzen der Dotcom-Blase, zu hohen Preisen für Zukunftsvisionen führen, ohne dass tatsächliche Gewinne in Sicht sind. Im Gegensatz dazu stehen etablierte Unternehmen wie Coca-Cola oder Apple – die haben belastbare Geschäftsmodelle und eine Gewinnhistorie, auf die man bauen kann.
Für die Privatanleger, die auf den ersten Handelstag von SpaceX am 12. Juni 2026 warten, gibt es einige wichtige Punkte zu beachten. Zunächst einmal wird SpaceX über Online-Broker wie ING, Flatex, Consorsbank oder Comdirect handelbar sein. Und gute Nachrichten für europäische Privatanleger: Deutsche Bank, ING, Société Générale und Banco Santander sind als Konsortialpartner im Gespräch, sodass eine Zeichnung wahrscheinlich möglich ist.
Der Reiz der Diversifikation
Bevor man jedoch das Geld auf den Tisch legt, sollte man sich im Klaren sein, dass bei stark nachgefragten IPOs in der Regel institutionelle Großinvestoren Priorität haben. Wer am ersten Handelstag kauft, könnte möglicherweise tief in die Tasche greifen. Es könnte also klüger sein, etwas abzuwarten und nicht direkt in der Euphoriephase zuzuschlagen. Ein Wertpapierdepot bei einem Broker mit vielen Börsenplatzanbindungen eröffnet zudem bessere Möglichkeiten.
Für die, die es etwas strategischer angehen wollen, gibt es auch spezialisierte Space-ETFs wie den VanEck Space Innovators UCITS ETF oder den ARK Space & Defence Innovation UCITS ETF. Diese investieren in Unternehmen der Raumfahrt und bieten eine breitere Diversifikation innerhalb der Space Economy, was das Risiko etwas streuen könnte. Und für noch gezieltere Investments gibt es Private-Equity- und ELTIFs, die Zugang zu SpaceX bieten.
Es bleibt spannend, wie sich die Situation rund um SpaceX entwickeln wird. Anleger sollten jedoch stets die Risiken im Auge behalten, insbesondere bei stark gehypten Börsengängen. Also, vielleicht einfach mal einen Schritt zurücktreten und den Markt ein wenig beobachten, bevor man sich ins Abenteuer stürzt. Schließlich könnte man sich auch fragen: Was bringt der Weltraum, wenn man nicht genau weiß, wo die Reise hingeht?