Heute ist der 4.05.2026, und wir werfen einen Blick hinter die Kulissen des Hofes Engelbrecht in Bokholt-Hanredder, wo der Duft von frischer Milch und das Geräusch von muhdenden Kühen das ländliche Leben prägen. Hier, eingebettet in die malerische Landschaft Norddeutschlands, führen Dierk und sein Sohn Mirco den Familienbetrieb, der seit 1972 besteht. Der Hof beherbergt nicht nur über 240 Milchkühe, sondern auch die Geschichten und Traditionen von drei Generationen Engelbrecht.

Dierk Engelbrecht übernahm den Hof im Jahr 1998 von seinem Vater Johann. Die Familie ist stolz auf ihre Kühe, die im Schnitt 40 Liter Milch pro Tag geben. Einmal am Tag, dreimal sogar, finden die Melkzeiten statt: um 5:30 Uhr, 13:00 Uhr und 20:30 Uhr. Eine Umstellung auf dreimal tägliches Melken wurde 2013 eingeführt, und das hat den Angestellten zusammenhängende Arbeitsschichten ermöglicht. Hinter dieser Routine steckt viel Herzblut, besonders wenn man bedenkt, dass jede Kuh eine Lebensleistung von 100.000 Litern Milch erreicht haben kann.

Kampf um den Milchpreis

Doch nicht alles ist rosig. Der Milchpreis hat in den letzten sechs Monaten einen dramatischen Fall erlebt – von 52 Cent auf nur noch 32 Cent pro Liter. Dierk äußert sich besorgt über die wirtschaftliche Situation, die für viele Landwirte herausfordernd ist. Immerhin landet nur knapp die Hälfte des Milchpreises im Laden bei den Erzeugern. Der Rest fließt an Molkereien, Lebensmitteleinzelhandel und den Staat, der 7% Mehrwertsteuer erhebt. So bleibt den Bauern oft wenig von dem, was sie hart erarbeiten.

Mirco, der als Landesvorsitzender der Landjugend in Schleswig-Holstein aktiv ist, hat schon als Kind den Traum gehegt, Landwirt zu werden. Er zeigt großen Einsatz auf dem Hof und trägt dazu bei, dass der Betrieb auch in schwierigen Zeiten weiter besteht. Jährlich kommen etwa 300 Kälber zur Welt, die später verkauft werden. Das sorgt für frischen Wind in der Herde und gibt der Familie die Möglichkeit, auch in Zukunft auf eine stabile Basis zu bauen.

Tradition und Innovation

Die Engelbrechts bilden junge Menschen in der Landwirtschaft aus und haben demnach keine Nachwuchsprobleme. Dies ist besonders wichtig, denn der Beruf des Landwirts ist nicht nur eine Frage der Tradition, sondern auch der Innovation. In Zeiten, in denen die Preise schwanken und sich die Marktbedingungen rasant ändern, müssen Landwirte neue Wege finden, ihre Produkte zu vermarkten. Direktverkäufe, Wochenmärkte und Abo-Modelle bieten dafür interessante Alternativen. Verbraucher können durch den Kauf von regionalen und Bio-Produkten dazu beitragen, dass es den Bauern besser geht.

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Und so lebt die Familie Engelbrecht, zwischen Tradition und Wandel, zwischen Herausforderungen und Hoffnungen. Während die Kühe gemolken werden, denkt Dierk über notwendige Investitionen nach und wie man den Hof zukunftssicher machen kann. So ist der Hof nicht nur ein Arbeitsplatz, sondern auch ein Ort voller Geschichten, Herausforderungen und der ungebrochenen Liebe zur Landwirtschaft.