Heute ist der 9. Mai 2026 und wir schauen auf die vergangenen zwölf Monate zurück, in denen sich in der deutschen Politik so einiges getan hat. Friedrich Merz, ein Name, der vielen Bürgerinnen und Bürgern mittlerweile ein wenig zu den Ohren herauszuhängen scheint, ist seit dem 6. Mai 2025 Bundeskanzler. Seine Regierung, die eine bunte Mischung aus CDU, CSU und SPD darstellt, hat in ihrem ersten Jahr stolze 175 Gesetze und Maßnahmen verabschiedet. Doch die Frage ist: Wie wirken sich diese Gesetze auf den Alltag der Menschen aus?
Bei näherem Hinsehen zeigt sich, dass die Schwerpunkte der Ausgaben vor allem auf Reparaturen von Straßen, Brücken und Schulen sowie der Stärkung des Militärs liegen. Aber das ist nicht alles. Die Unzufriedenheit mit Merz und seiner Regierung wächst. Umfragen zeigen, dass 65 Prozent der Befragten mit seiner Leistung unzufrieden sind. Ein bitterer Beigeschmack, wenn man bedenkt, dass zu Beginn seiner Amtszeit eine klare Mehrheit hinter ihm stand. Innerhalb von nur fünf Monaten kippte die Stimmung, und das Vertrauen in die Regierung schwindet.
Ein Blick auf die Zahlen
Die Umfragen sind eindeutig. Aktuell bewerten nur 28 Prozent der Bürger Merz positiv. Im Vergleich dazu hatte seine Vorgängerin Angela Merkel in ihrem ersten Jahr deutlich bessere Werte. Während sie stets eine Mehrheit der Bevölkerung hinter sich wusste, kann Merz dem nur hinterherhecheln. Die Union, sprich CDU und CSU, hat die schlechtesten Umfragewerte seit Merz‘ Nominierung als Kanzlerkandidat erreicht. Die AfD hingegen schießt durch die Decke und überholt die Union im April 2026.
Ein weiterer interessanter Punkt ist die Bargeldnutzung in Deutschland. Laut aktuellen Berichten nutzen immer weniger Menschen Bargeld. Eine Umfrage zeigt, dass mittlerweile die Hälfte aller Einkäufe mit Karte, Handy oder Bezahl-App erledigt wird. Das wird von Forschern als ein Zeichen der Zeit gedeutet, dass auch in Zukunft der Bargeldverkehr weiter zurückgehen wird. Man fragt sich: Wird das die Gesellschaft verändern? Werden wir irgendwann ganz auf Bargeld verzichten?
Die Stimmung im Koalitionshaus
Die Stimmung in der Koalition ist angespannt. Die Partner blockieren sich gegenseitig, und Reformen sind dringend nötig. Nur 27 Prozent der Befragten finden, dass die Bundesregierung einen guten Job macht. Auch die SPD hat an Zustimmung verloren, während die Grünen zwischen 10 und 15 Prozent schwanken und die FDP unter der Fünf-Prozent-Hürde dümpelt. Man könnte fast meinen, der politische Wind hat sich gedreht, und die Bürger sind auf der Suche nach neuen Alternativen.
Ein Blick auf die Umfrageergebnisse zeigt, dass die Unzufriedenheit mit der Bundesregierung sogar bei 69 Prozent liegt. Zu denken gibt auch, dass nur 47 Prozent der Befragten an eine Fortsetzung der schwarz-roten Koalition bis zur Bundestagswahl 2029 glauben. Was für ein politisches Schlamassel! In der Bevölkerung wächst das Gefühl, dass sich nichts ändert. Die Maßnahmen zur Einsparung im Gesundheitswesen stoßen auf breite Ablehnung. 80 Prozent der Befragten halten die Lastenverteilung für ungerecht und glauben nicht, dass die Reformen helfen werden.
Inmitten all dieser politischen Turbulenzen haben Schülerinnen und Schüler des Lessing-Gymnasiums in Norderstedt die Kindernachrichten erstellt, wobei Interviewpartner Clea Schnitzlein vom NDR Kinder-Audioteam war. Maximilian Seib hat die Nachrichten geschrieben und gesprochen, während die Redaktion aus Janine Albrecht und Tom Heerdegen bestand. Es ist spannend zu sehen, wie die nächste Generation bereits jetzt mit politischen Themen vertraut gemacht wird und ein Gespür für die aktuellen Entwicklungen hat.
Wohin die Reise geht, bleibt abzuwarten. Eines ist sicher: Die kommenden Monate werden entscheidend sein für Merz und seine Regierung. Die Bürger stehen in der ersten Reihe und beobachten, wie sich das politische Geschehen entfaltet. Ein ständiges Auf und Ab, ein bisschen wie das Wetter hier in Norddeutschland – manchmal sonnig, manchmal stürmisch. Bleiben wir also gespannt!