Die Vorfreude in Ruthenberg, einem Stadtteil von Neumünster, könnte kaum größer sein. Nach fast elf Jahren harter Arbeit und unermüdlichem Engagement steht die Mehrgenerationenwiese kurz vor der Fertigstellung. Initiator dieses Projekts war Didi Mohr, der Chef der Rasselbande, der 2015 mit einem Leserbrief den Stein ins Rollen brachte. Der Ratsherr Frank Matthiesen von der SPD setzte 2019 die entscheidenden Schritte in Gang, um diese grüne Oase für alle Generationen zu verwirklichen.
Auf der Wiese wird es nicht nur eine große Sandspielfläche für die kleinsten Besucher geben, sondern auch zahlreiche Sitzgelegenheiten, moderne Outdoor-Fitness-Geräte und eine Boulebahn, die zum Verweilen und Spielen einladen. Der Zugang zur Wiese erfolgt im Norden von der Karl-Rahe-Straße und führt in einem Bogen entlang der Straße Am Ruthenberg zum Rondell am Haartwanderweg. Ein besonderer Stichweg wird es den Kindern der Rasselbande ermöglichen, direkt zu ihrem neuen Treffpunkt zu gelangen.
Ein Ort für alle Generationen
Die Arbeiten an der Mehrgenerationenwiese stehen kurz vor dem Abschluss, und die Firma Sievers hat ganze Arbeit geleistet. Die Baudezernentin Sabine Kling kündigte an, dass die offizielle Eröffnung im Juli stattfinden wird, da Rasen und Pflanzen noch anwachsen müssen. Um das Gesamtbild abzurunden, bleiben die vorhandenen Bäume stehen und werden durch neue, darunter Obstbäume, Stieleichen und Rotahorn, ergänzt.
Die Bedeutung dieses Projekts geht jedoch über die bloße Freizeitgestaltung hinaus. Die Mehrgenerationenwiese ist ein weiterer Baustein in der Stadtteilentwicklung von Neumünster, die bereits 2013 mit dem Beschluss zur „Stadtteilrahmenplanung“ begonnen hat. Diese Planung wird durch die Zusammenarbeit mit Stadtteilbeiräten und der Stadtöffentlichkeit kontinuierlich weiterentwickelt.
Ein gemeinsames Projekt für die Zukunft
Die öffentliche Planungswerkstatt hat bereits viele wertvolle Ideen zur Verbesserung der Lebensqualität in Ruthenberg hervorgebracht. Themen wie Wohnen, Arbeiten und Einkaufen sowie Grün- und Spielflächen standen dabei im Fokus. Die Integration der Stadtteilperspektive in den Integrierten Stadtentwicklungskonzept (ISEK) ist ein entscheidender Schritt, um die Bedürfnisse der Bürger zu berücksichtigen und zukunftsweisende Maßnahmen zu ergreifen.
Die Mehrgenerationenwiese symbolisiert somit nicht nur einen Ort der Erholung, sondern auch das Resultat einer engagierten Gemeinschaft. Sie ist ein Treffpunkt für Jung und Alt, ein Raum für Begegnungen und gemeinsame Aktivitäten. In den kommenden Tagen wird zudem eine Hütte für Jugendliche und junge Erwachsene errichtet, um auch diesen Altersgruppen einen Rückzugsort zu bieten.
Die Beleuchtung auf dem Gelände nutzt moderne Technik, um sowohl Menschen als auch Fledermäuse nicht zu stören. Mit dieser durchdachten Planung wird die Mehrgenerationenwiese in Ruthenberg bald ein beliebter Anziehungspunkt für alle Neumünsteraner sein. Es bleibt spannend, wie sich dieser Ort entwickeln wird und welche Geschichten er in den kommenden Jahren erzählen wird.