Am Samstag gegen 11:30 Uhr gab es ein ohrenbetäubendes Knallgeräusch am Flughafen Lübeck, gefolgt von einer rauchigen Wolke, die sich bedrohlich über das Gelände ausbreitete. Aber keine Panik! Das war alles nur Teil einer groß angelegten Übung, bei der rund 350 Einsatzkräfte ihr Können unter Beweis stellten. Ein fiktives Szenario, in dem ein Kleinflugzeug mit einem Tanklaster kollidierte, sorgte für reichlich Action: 25 Verletzte, Explosionen – die ganze Palette von Dramatik, wie man sie aus Hollywood-Filmen kennt. Um das Ganze so realistisch wie möglich zu gestalten, wurde ein alter Bus mit Flügeln als Ersatz für ein echtes Flugzeug genutzt. Genial, oder?

Die Flughafen-Feuerwehr war sofort zur Stelle, während weitere Kräfte nach und nach eintrafen, um die Übung zu unterstützen. Hier ging es nicht nur um das Löschen von Feuer und das Retten von Verletzten, sondern auch um die interprofessionelle Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Organisationen. Bundespolizei, Landespolizei Schleswig-Holstein, Berufsfeuerwehr Lübeck, Freiwillige Feuerwehren und viele andere waren dabei. Im Ankunftsterminal wurde eine Station für die erste medizinische Versorgung eingerichtet – und so wurde ein ganzes Netzwerk aus Rettungsdiensten und Kliniken aktiv, um die Verletzten zu versorgen und sie zu behandeln.

Realistische Übung unter Druck

Die Übung fand im Rahmen des Interreg 6A Projekts FLASHLIGHT statt und wurde wissenschaftlich begleitet. Unter anderem kamen Eye-Tracking-Verfahren zum Einsatz und eine Drohnengruppe des ASB sorgte für die Bildübermittlung. Nach der Übung wird alles genau ausgewertet – zusammen mit einer multinationalen Expertengruppe aus Deutschland, Dänemark und der Schweiz. Hier wird nicht einfach nur ins Blaue hinein geübt, sondern es geht um echte Optimierung der Abläufe. Ein bisschen wie beim Kochen: Man probiert, schmeckt und justiert nach, bis das Gericht perfekt ist.

Am 16. März 2024 wird der Flughafen Lübeck erneut Schauplatz einer Notfallübung sein. Diesmal soll ein Alarm ausgelöst werden, wenn ein Flugzeug mit einem Reifenplatzer von der Start- und Landebahn abkommt. Feuer an den Tragflächen, das klingt wirklich dramatisch. Rund 120 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst werden sich wieder ins Zeug legen, um verletzte Personen zu retten und diese fiktiv in umliegende Kliniken zu bringen. Ziel ist es, die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Organisationen zu trainieren und bestehende Einsatzkonzepte zu verifizieren, sodass im Ernstfall alles reibungslos abläuft.

Der Ernstfall und seine Herausforderungen

Die Konzepte für den Massenanfall von Verletzten (MANV) sind dabei besonders wichtig. Hier wird eine zügige Priorisierung der Patienten nach Verletzungsschwere vorgenommen. Die sogenannte Triage ist entscheidend, damit die schwer verletzten Personen schnellstmöglich die notwendige Versorgung erhalten. Es gibt verschiedene Kategorien, von rot für „vital bedroht“ bis schwarz für „verstorben“. All diese Informationen sind nicht nur theoretisch, sondern müssen in der Praxis immer wieder erprobt und evaluiert werden – denn im Notfall kann jede Sekunde zählen.

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Es ist faszinierend zu sehen, wie all diese verschiedenen Organisationen zusammenarbeiten und sich gegenseitig unterstützen. Regelmäßige Übungen sind unerlässlich, um den Einsatzkräften die nötige Sicherheit zu geben, gerade auch für die neuen Kollegen der Flughafen-Feuerwehr. Sie sind es, die in Krisensituationen schnell handeln müssen und oft unter enormem Druck stehen. Aber hey, es ist auch einfach ein tolles Gefühl, Teil dieses großen Ganzen zu sein, das für die Sicherheit der Menschen sorgt!