Heute ist der 17.05.2026, und die Vorfreude auf die bevorstehende Veranstaltung „JETZTzeit“ in St. Petri, Lübeck, ist förmlich greifbar. Vom 19. bis 25. Mai verwandelt sich die Kirche in eine Offline-Insel, ein Ort, an dem Handys und digitale Ablenkungen draußen bleiben müssen. Sozusagen eine kleine Flucht aus der digitalen Hektik des Alltags! Das Ziel? Zeit für Kreativität, Musik, Begegnung und Spiel zu schaffen. Es ist die zweite Auflage dieser bemerkenswerten Veranstaltung, und die erste im Oktober 2025 war ein voller Erfolg. Viele Besucher haben die analoge Erfahrung geschätzt, und das lässt auf eine ebenso lebendige zweite Runde hoffen.
Beim Betreten der Kirche wird jeder Besucher gebeten, sein Handy am Eingang abzugeben. Stattdessen erwartet sie ein bunter Entdeckungsraum mit Sitzsäcken, einer Kreativ-Zone, Spieltischen und einer Bücherecke. Das klingt doch nach einem wunderbaren Ort, um einfach mal abzutauchen und die Seele baumeln zu lassen! Tägliche Live-Musik von Grigorii Osipov am Schlagzeug und Jara Egen an der Harfe wird sicherlich für die passende Stimmung sorgen. Und für die, die sich weiterbilden wollen, gibt es Workshops zum Thema Digital Detox – angeboten von Psychologiestudierenden der Universität zu Lübeck.
Ein Raum für Kreativität und Gemeinschaft
Die Zusammenarbeit mit dem Theater Lübeck für das Projekt „Come As You Are“ verspricht spannende kulturelle Erlebnisse. Die Pastorinnen und Pastoren der Servicestelle „segensreich“ stehen ebenfalls bereit, um die Besucher zu unterstützen. Und für die Gesellschaftsspiele sorgt der Spieleverein Lübeck Ludo Liubice. Das ist nicht nur eine hervorragende Möglichkeit, neue Leute kennenzulernen, sondern auch eine Rückkehr zu den Wurzeln des gemeinsamen Spielens – fast wie in alten Zeiten!
Ein besonderes Highlight sind die Gedichtwerkstätten am 23. Mai mit der Poetry-Slammerin Mona Harry für Kinder und Jugendliche. Und auch die Erwachsenen kommen nicht zu kurz: Am 24. Mai leitet die Autorin Dara Brexendorf einen kreativen Schreibprozess. Wer teilnehmen möchte, sollte sich rechtzeitig unter info@st-petri-luebeck.de anmelden. Die Veranstaltung richtet sich an unterschiedliche Bedürfnisse – hier ist für jeden etwas dabei.
Analog ist das neue Digital
Ähnlich wie die Buchclubs, die in den letzten Jahren immer beliebter geworden sind, zeigt „JETZTzeit“ den Drang vieler Menschen, sich wieder mehr im Real Life zu treffen. Diese Clubs, oft ohne Handys, bieten Raum für persönliche Gespräche und tiefere Verbindungen. Ein Beispiel: In einem Café treffen sich sieben Frauen, um über das Buch „Frau Komachi empfiehlt ein Buch“ von Michiko Aoyama zu diskutieren. Solche Treffen sind nicht nur ein Lichtblick im Alltag, sie stärken auch die sozialen Bande und fördern ein Gefühl der Gemeinschaft.
Der Zukunftsforscher Tristan Horx spricht von der „Rache des Analogen“, und das wird immer deutlicher. Die Sehnsucht nach greifbaren Erlebnissen wächst, während digitale Nähe oft als unterbrochene Nähe empfunden wird. Bei den analogen Treffen – sei es beim Stricken im Kino oder beim gemeinsamen Lesen – geht es nicht nur um die Aktivität selbst, sondern auch um die sozialen Verbindungen, die dabei entstehen. Und wirklich, es tut gut, mal wieder ohne digitale Ablenkung zu plaudern und zu lachen.
Die WHO warnt inzwischen vor Einsamkeit und sozialer Isolation. Veranstaltungen wie „JETZTzeit“ bieten eine willkommene Flucht aus diesem Dilemma. Hier wird nicht nur die Zeit miteinander verbracht, sondern auch ein Stück weit die Rückkehr zu verlorenen sozialen Praktiken gefeiert. Die Gespräche gehen oft über das Event hinaus – es wird über persönliche Themen gesprochen, und die Verbindungen vertiefen sich.
Die Eröffnung von „JETZTzeit“ am 19. Mai 2026 um 15 Uhr steht vor der Tür, und der Eintritt ist frei. Wer mehr über das vollständige Programm erfahren will, findet alle Informationen auf www.st-petri-luebeck.de. Unterstützt wird das Projekt von der Possehl-Stiftung und der Gemeinnützigen Sparkassenstiftung – ein Zeichen dafür, dass das Engagement für analoge Erlebnisse in unserer zunehmend digitalen Welt immer mehr an Bedeutung gewinnt.