Heute ist der 12.05.2026 und in Lübeck gibt es Neuigkeiten, die uns alle betreffen. Die Mühlentorbrücke, ein vertrauter Anblick für viele von uns, wurde am 5. Dezember 2025 wegen ihres schlechten baulichen Zustands voll gesperrt. Ein Schritt, der tatsächlich notwendig wurde, nachdem bei einer Bauwerksprüfung erhebliche Schäden festgestellt wurden. Mit einer Zustandsnote von 4,0 kann man wirklich nicht mehr von einem guten Zustand sprechen – die Standsicherheit und Verkehrssicherheit sind in Gefahr. Der Korrosionsschutz am Stahlstabwerk funktioniert kaum noch, was die Brücke weiter schwächt. Daher war die Entscheidung, die Nutzung sofort einzustellen, mehr als gerechtfertigt.
Natürlich gibt es auch bereits eine Behelfsbrücke für Fußgänger und Radfahrende. Es wäre ja auch nicht schön, wenn alle auf der Straße stehen blieben, während die Autos über den Berliner Platz, die Possehlstraße und die Wallstraße umgeleitet werden. Für die betroffenen Buslinien (1, 2, 4, 6, 7, 8, 9, 15, 16, 25, 26) hat die Stadtwerke Lübeck Mobil einen angepassten Fahrplan bereitgestellt. Ab dem 5. Dezember 2025 sind die Änderungen in der Verkehrsführung in Kraft – das ist ja alles eine ziemlich große Umstellung!
Ein langer Weg zur Sanierung
Die Sanierung der 129 Jahre alten Mühlentorbrücke war schon lange ein Thema – ursprünglich sollte sie bereits 2007 stattfinden, aber finanzielle Engpässe und andere Projekte haben das verzögert. 2019 wurde dann ein neuer Termin für 2022 angekündigt, der aber ebenfalls nicht eingehalten werden konnte. Die neue Einschätzung der Instandsetzungsdauer sieht nun vor, dass die Sanierung Anfang 2024 beginnen soll und bis Ende 2029 abgeschlossen ist. Aber Achtung: Es könnte sein, dass wir bis Ende September 2030 auf die Wiedereröffnung warten müssen. Ein langer Atem ist gefragt!
Die Planungen müssen bis Ende 2023 abgeschlossen sein, bevor die eigentlichen Arbeiten beginnen. Dabei ist es nicht nur die Brücke selbst, die auf den Prüfstand kommt. Der Mühlentorplatz könnte bei der Fertigstellung der Brücke noch nicht vollständig fertig sein. Und die politische Entscheidung über den Ausbau des Kreisverkehrs könnte ebenfalls zu Verzögerungen führen. Man muss sich erst noch überlegen, welche Variante realisiert wird, und das alles könnte bis ins erste Halbjahr 2028 dauern.
Die Verkehrssituation im Blick
Die Stadtverwaltung hat sich dafür ausgesprochen, den Kreisverkehr umzubauen, was Anfang 2030 abgeschlossen sein könnte. Aber auch hier gibt es eine Kostenschätzung: Zusätzliche Planungen kosten etwa 200.000 Euro mehr. Das ist kein Pappenstiel! Die Ausführungspläne werden ein weiteres Jahr in Anspruch nehmen und die Bauarbeiten selbst sollen dann rund 15 Monate dauern. Das bedeutet, dass wir im Herbst 2030 vielleicht endlich wieder in gewohnter Weise über die Brücke fahren können.
Bürgermeister Jan Lindenau hat betont, dass die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmenden oberste Priorität hat. Und das ist auch gut so! Schließlich möchte niemand, dass die Brücke irgendwann einfach zusammenbricht – da kann man nur hoffen, dass die Stadtverwaltung und alle Beteiligten zügig und effizient arbeiten. Es bleibt spannend, wie sich die Situation entwickeln wird und ob die Pläne wirklich eingehalten werden können. Die nächsten Jahre werden also entscheidend für die Mühlentorbrücke und die Verkehrssituation in Lübeck sein.