In Lübeck, der malerischen Hansestadt an der Ostsee, wird das reiche kulturelle Erbe nicht nur in historischen Denkmälern wie dem imposanten Holstentor und den majestätischen Backsteinkirchen sichtbar, sondern auch in einer Vielzahl von weniger offensichtlichen Bauwerken. Industrieanlagen, Brücken, Skulpturen und moderne Wohngebäude tragen ebenso zu dieser Vielfalt bei und sind Teil des geschützten Bestands der Stadt. Um diese Schätze digital erlebbar zu machen, steht ab sofort eine neue interaktive Denkmalkarte unter www.luebeck.de zur Verfügung.

Ein herausragendes Beispiel ist das Verwaltungsgebäude in der Ziegelstraße 150. Dieses moderne Bauwerk, das durch seine Verwendung von Stahl und Glas besticht, steht für Transparenz, Offenheit und eine nutzerorientierte Gestaltung. Es spiegelt ästhetische und gesellschaftliche Vorstellungen seiner Entstehungszeit wider und zeigt, dass die Denkmalpflege in Lübeck zunehmend auch jüngere Gebäude in den Fokus rückt. Der Leiter der Archäologie und Denkmalpflege, Dr. Dirk Rieger, hebt die Denkmalkarte als ein wichtiges digitales Informations- und Vermittlungsinstrument hervor.

Denkmalpflege im Wandel

Die Denkmalkarte bietet eine geografische Übersicht sowie vertiefende Informationen zu geschützten Objekten, ihrer Entstehung und architektonischen Besonderheiten. Marianne Lutter, Abteilungsleiterin der Lübecker Denkmalpflege, betont, dass Denkmalschutz ein dynamischer Prozess ist. Jüngere Gebäude wie das in der Ziegelstraße 150 werden mittlerweile in die Denkmalliste aufgenommen, was das sich entwickelnde Verständnis von kulturellem Erbe widerspiegelt.

Die Denkmalpflege in Lübeck unterstützt zudem Eigentümer von denkmalgeschützten Gebäuden mit Beratung zu Sanierungen, Genehmigungen und Fördermöglichkeiten. Jan Eggert, der für die Denkmalliste zuständig ist, sieht die Karte als Einladung zum Perspektivwechsel und zur Entdeckung verborgener Geschichten hinter vertrauten Gebäuden. Es ist eine Chance, die eigene Stadt neu zu entdecken und sich mit ihrer Vergangenheit auseinanderzusetzen.

Die digitale Entdeckungstour

Die Denkmalkarte zeigt nicht nur Baudenkmalen, sondern auch Gründenkmalen und in Zukunft Denkmalbereichen. In Lübeck werden Kulturdenkmale in den Denkmallisten der Stadt geführt. Dabei sind alle vor 2015 eingetragenen Kulturdenkmale gemäß Paragraph 24 des Denkmalschutzgesetzes Schleswig-Holstein in die Denkmalliste übernommen worden. Es ist wichtig zu wissen, dass der Schutz von Kulturdenkmalen unabhängig von ihrer Eintragung in die Denkmalliste ist. Auch nicht in der Denkmalkarte verzeichnete Objekte können Kulturdenkmale sein und verdienen unsere Aufmerksamkeit.

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Die Darstellung in der Denkmalkarte ist informatorisch und nicht rechtsverbindlich. Für rechtsverbindliche Auskünfte ist das Landesamt für Denkmalpflege Schleswig-Holstein zuständig. Die Karte selbst ermöglicht es, Denkmäler durch Verschieben und Vergrößern zu besuchen und bietet eine Textsuche nach Suchbegriffen mit bis zu 120 Treffern. Interessierte können durch Auswahl eines Denkmals Kurzinformationen und oft auch Fotos abrufen, die weitere Details zu einem Objekt über einen eingebetteten Verweis bereitstellen.

Diese digitale Entdeckungstour wird durch das Digitalisierungsprogramm SH 2021/22 finanziert und zeigt, wie wichtig es ist, unser kulturelles Erbe zu bewahren und zugänglich zu machen. Die Denkmalkarte ist nicht nur ein Werkzeug für Fachleute, sondern auch eine Einladung an die Bürger, sich mit ihrer Stadt auseinanderzusetzen und die Geschichten zu entdecken, die in den Mauern ihrer Umgebung verborgen sind.