Am Himmelfahrtswochenende, genauer gesagt vom 14. bis 17. Mai 2026, wurde Lübeck zum Schauplatz der 53. inoffiziellen Fußball-Europameisterschaft der Parlamentsmannschaften. Ein Event, das nicht nur die Herzen der Fußballfans höher schlagen ließ, sondern auch ein fröhliches Miteinander der Abgeordneten aus Deutschland, Finnland, Österreich und der Schweiz förderte. Bei strahlendem Sonnenschein verfolgten bis zu 150 Zuschauer die packenden Partien im Buniamshof-Stadion. Ein wahres Fest für die ganze Region!
Der FC Bundestag e.V. spielte an diesem Wochenende groß auf. Am Freitag besiegten sie die Schweiz mit 1:0 und ließen am selben Tag auch Finnland mit 2:0 hinter sich. Am Samstag kam es dann zu einem spannenden Unentschieden gegen Österreich (0:0), was dem Team die Krone als Europameister sicherte – nach vier Jahren war es endlich so weit! Es war ein Triumph, den man nicht nur auf dem Platz, sondern auch in den Gesichtern der Spieler und Zuschauer sehen konnte. Tim Klüssendorf, der Lübecker Bundestagsabgeordnete und Organisator des Turniers, war überglücklich. „Es ist einfach schön zu sehen, wie der Sport die Menschen zusammenbringt“, äußerte er sich begeistert. Ein großes Dankeschön ging an alle, die zum Gelingen des Turniers beigetragen hatten – von den ehrenamtlichen Helfern bis zu den Sponsoren.
Ein starkes Team für ein starkes Turnier
Der Kader des FC Bundestag war gut besetzt, auch wenn sie nicht als Favoriten ins Turnier gingen. In den vergangenen Jahren waren die Ergebnisse eher durchwachsen – ein 3. Platz in Bern und 4. Plätze in den vorherigen Turnieren in Österreich und Finnland. Kapitän Fritz Güntzler und sein Vize Daniel Baldy waren jedoch zuversichtlich. „Wir haben einen starken Kader und eine tolle Teamdisziplin“, so Güntzler. Felix Magath, der Trainer, schien seine Schützlinge bestens vorbereitet zu haben. Die Atmosphäre im Team war, nun ja, irgendwie elektrisierend.
Das Turnier selbst hat eine lange Tradition und findet seit 1971 am Christi-Himmelfahrts-Wochenende statt. Sportlicher Wettkampf und persönlicher Austausch stehen im Mittelpunkt. Und das ist nicht nur für die Spieler wichtig, sondern auch für die Zuschauer. Wenn man sich überlegt, dass die Veranstaltung hauptsächlich aus Sponsorengeldern und Eigenmitteln des FC Bundestag e.V. finanziert wurde, ist das Engagement aller Beteiligten umso bemerkenswerter. In einer Welt, in der immer mehr auf Leistung und Profit gesetzt wird, zeigt dieses Turnier, wie wichtig das Miteinander und der Austausch sind.
Die Rolle des Ehrenamts im Sport
Interessanterweise spielt das Ehrenamt eine entscheidende Rolle im deutschen Sport. In über 87.000 Sport- und Turnvereinen engagieren sich rund 28,8 Millionen Menschen – eine beachtliche Zahl! Ohne diese ehrenamtlichen Helfer wäre die Durchführung von Veranstaltungen wie der Parlamentarier-Europameisterschaft schlicht unmöglich. Sie sind das Rückgrat der Vereine und tragen maßgeblich zur Selbstorganisation des Sports bei. Man könnte fast sagen, dass der Fußball und die Freude am Spiel in Deutschland tief in den Herzen der Menschen verwurzelt sind.
Doch der Fußball ist nur ein Teil des großen Ganzen. In Deutschland gibt es eine hohe Sportbeteiligung – rund 68% der Bevölkerung treiben aktiv Sport. Das zeigt, wie wichtig Bewegungsangebote und die Möglichkeit zur Teilnahme am Vereinsleben sind. Die Beliebtheit von Sportarten wie Radfahren, Wandern und Schwimmen spricht für sich. So ist es kein Wunder, dass auch die Parlamentarier-Europameisterschaften so viel Zuspruch erfahren.
Und so geht es weiter. Der FC Bundestag wird im nächsten Jahr als Europameister zur 54. Europameisterschaft der Parlamentsmannschaften nach Österreich reisen. Man darf gespannt sein, welche Herausforderungen dort auf sie warten! Aber eines ist sicher: Die Begeisterung für den Sport und die Freude am Miteinander werden sie stets begleiten.