Heute ist der 30.05.2026, und wer in Lübeck unterwegs ist, der könnte durchaus den einen oder anderen Schockmoment erleben, besonders beim Einfädeln auf die Autobahn. Die ehrenamtlichen Helfer des ACE-Kreises Lübeck Ostholstein Lauenburg haben in einer aktuellen Aktion zur Verkehrssicherheit genau hingeschaut und festgestellt, dass es hier mehr als nur ein paar technische Probleme gibt. In der bundesweiten Initiative „Gefahrenstelle Auffahrt?“ haben sie an zwei Autobahnauffahrten – Lübeck-Moisling zur A1 und Bad Oldesloe zur A1 – 600 Fahrzeuge innerhalb von nur 30 Minuten beobachtet. Ja, richtig gelesen, 600! Und was sie dabei herausfanden, war nicht gerade erfreulich.
Von diesen 600 Fahrzeugen wiesen 86 Regelverstöße auf, was etwa 14% entspricht. Das Hauptproblem? Das Blinkverhalten! Ganze 86 dokumentierte Verstöße wurden gezählt. Es überrascht nicht, dass das Blinklicht, dieses kleine, doch so entscheidende Signal, oft ignoriert wird. Aber das ist noch nicht alles. Weitere Regelverstöße wie direkte Spurwechsel auf die linke Fahrspur und sogar sechs gefährliche Situationen wurden ebenfalls festgestellt. Es ist schon ein bisschen erschreckend, wenn man bedenkt, dass 46 von 297 Fahrzeugen auf der Auffahrt Lübeck-Moisling Richtung Neustadt – also 15,5% – Fehlverhalten zeigten. In Bad Oldesloe waren es 28 von 202 Fahrzeugen (13,9%) und in Lübeck-Moisling Richtung Hamburg sogar 12 von 101 Fahrzeugen (knapp 12%).
Blinken – Ein Muss für die Sicherheit
Das Blinken ist nun mal ein zentrales Verständigungsmittel im Straßenverkehr. Wer falsch oder gar nicht blinkt, der kann nicht nur Bußgelder riskieren, sondern auch Mitschuld bei Unfällen tragen. Ja, richtig gehört! Blinken ist Pflicht – sei es beim Abbiegen, Spurwechsel oder Überholen. Im Kreisverkehr wird’s besonders knifflig: Beim Einfahren sollte man nicht blinken, aber beim Ausfahren, da wird es Pflicht. Wer sich nicht daran hält, der kann beim nächsten Mal schneller als gedacht mit einem Verwarnungsgeld von 10 Euro rechnen, wenn man einfach zu spät blinkt. Und bei einer Gefährdung oder gar einem Unfall sind es schon mal 35 Euro. Aber das ist nicht der einzige Grund, warum man ordentlich blinken sollte: Es hilft anderen Verkehrsteilnehmern, die eigenen Absichten zu verstehen.
Rechtzeitiges Blinken hat also seine Bedeutung, und zwar nicht nur in der Theorie. Am besten sollte der Blinker schon beim Heranfahren an eine rote Ampel eingeschaltet werden. Auf Fahrbahnen mit Richtungspfeilen ist Blinken ebenfalls Pflicht. Wer vor dem Überholen oder Wiedereinordnen vergisst zu blinken, der kann sich schnell in Schwierigkeiten bringen. Typische Fehler sind oft, dass zu spät geblinkt wird, der Blinker nach dem Spurwechsel einfach vergessen wird oder im Kreisverkehr die Blinkrichtung falsch gesetzt wird – das alles trägt zur Verwirrung bei.
Appell an die Verkehrsteilnehmer
Rüdiger Rohlf, der ACE-Regionalbeauftragte, hat es auf den Punkt gebracht: Es ist wichtig, den Beschleunigungsstreifen vollständig zu nutzen und vorausschauend zu handeln. Wer rechtzeitig blinkt und die Geschwindigkeit anpasst, der trägt nicht nur zur eigenen Sicherheit bei, sondern auch zur der der anderen. In einer Welt, in der jeder hektisch von A nach B will, ist es umso wichtiger, sich der kleinen Dinge bewusst zu sein, die große Auswirkungen haben können. Am Ende kann ein einfaches Blinksignal über Sicherheit oder Unsicherheit entscheiden. Also, liebe Autofahrer, denkt daran: Blinken ist kein Scherz, sondern ein Zeichen von Respekt im Straßenverkehr!