Heute ist der 23.05.2026 und Lübeck steht ein kleiner Abschied bevor. Pastorin Katja von Kiedrowski, ein bekanntes Gesicht in der Kirchengemeinde St. Jürgen, wird sich aus dem Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg verabschieden. Nach fast 20 Jahren in dieser schönen Stadt zieht es sie in den Kirchenkreis Nordfriesland, wo sie ab dem 15. Juni 2026 als Vertretungspastorin tätig sein wird. Eine offizielle Einführung ist am 27. Juni 2026 im Rahmen der Kirchenkreis-Synode geplant. Vorfreude macht sich breit – nicht nur bei Katja, sondern auch bei den Menschen, die sie hinterlässt.
Katja ist in Rendsburg aufgewachsen und hat sich über Hamburg in Lübeck niedergelassen. In der Kirchengemeinde St. Jürgen hat sie 13 Jahre lang gewirkt und ist vielen durch das digitale Gottesdienstprojekt #liveline bekannt geworden, aus dem sie Ende 2025 ausschied. Ihre Art, offen, ehrlich und glaubwürdig zu sein, wurde von Propst Oliver Erckens gewürdigt – und das nicht ohne Grund. Es ist nicht nur ihr Engagement, das die Menschen berührt hat, sondern auch ihre Fähigkeit, Brücken zu bauen und Gemeinschaft zu schaffen. Man kann sagen, sie hat das Herz vieler Lübecker gewonnen.
Ein neuer Lebensabschnitt
Der Umzug in den Süden des Kirchenkreises Nordfriesland, der von St. Peter-Ording bis Husum reicht, bedeutet für Katja nicht nur eine neue berufliche Herausforderung, sondern auch einen neuen Lebensmittelpunkt. Husum, mit seinem charmanten alten Stadtbild und der Nähe zum Theodor-Storm-Haus, wird ihr neues Zuhause. Es wird spannend sein zu sehen, wie sie die Menschen dort mit ihrer warmen Art begeistern wird. Ihre Verbindung zu Lübeck wird jedoch bestehen bleiben – viele Beziehungen und Erinnerungen haben sich hier verankert. Das wird sicher ein ständiges Kommen und Gehen zwischen den beiden Orten sein.
Die Vorfreude auf die neue Aufgabe ist greifbar. Katja von Kiedrowski hat immer betont, wie wichtig ihr die Gemeinschaft ist. In Nordfriesland wird sie sicherlich die Gelegenheit haben, ihre Ideen und Visionen in die Tat umzusetzen. Man kann sich gut vorstellen, dass sie auch dort ein digitales Gottesdienstangebot entwickeln könnte, um die Menschen zusammenzubringen – denn das hat sie bereits in Lübeck eindrucksvoll bewiesen.
Ein bleibender Eindruck
Es ist der Abschied von einer Pastorin, die nicht nur eine geistliche Führerin, sondern auch eine Freundin und Vertraute für viele war. Ihre Zeit in Lübeck war geprägt von Engagement und Krisenbewältigung, und man kann sagen, dass sie eine echte Stütze für die Gemeinde war. Die Erinnerungen an gemeinsame Gottesdienste, Feste und auch die digitalen Formate werden bleiben. Und genau deshalb wird der Abschied zwar schmerzlich, aber auch voller Dankbarkeit sein.
So bleibt zu hoffen, dass Katja in Nordfriesland ebenso viele Herzen erobern kann wie in Lübeck. Die Menschen dort dürfen sich freuen auf eine Pastorin, die mit viel Leidenschaft und Hingabe ihren Dienst antreten wird. Wenn sie auch nur einen Bruchteil der Wärme und Menschlichkeit, die sie in Lübeck ausgestrahlt hat, mit in ihre neue Heimat bringt, wird sie dort schnell heimisch werden. Und vielleicht – nur vielleicht – gibt es ja auch in Zukunft eine Art von Verbindung zwischen Lübeck und Nordfriesland, die Katja mit ihrer besonderen Art knüpfen wird.