Heute ist der 8.06.2026 und wir befinden uns in Schleswig-Holstein, einem Landstrich, der nicht nur für seine Küsten und idyllischen Dörfer bekannt ist, sondern auch für eine bemerkenswerte Initiative zur Verbesserung der Notfallversorgung: die App „Saving Life“. Diese geniale Erfindung des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) hat in den vergangenen Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen.
Die Idee ist einfach, aber genial. Wenn irgendwo in der Nähe ein Notfall eintritt, alarmiert die App registrierte Ersthelfer, die sich in unmittelbarer Nähe befinden. Ziel ist es, lebensrettende Maßnahmen rasch einzuleiten, bevor die Profis vom Rettungsdienst eintreffen. Im Durchschnitt gibt es in Schleswig-Holstein täglich 30 Alarmierungen über die App. Und das ist nicht nur ein hübsches Wortspiel: Die Überlebenschancen sinken um 10 % pro Minute, sodass jede Sekunde zählt.
Ersthelfer auf dem Vormarsch
Die App hat seit ihrer Einführung im Jahr 2017 über 43.000 Menschen zur Registrierung bewegt. Unter diesen engagierten Bürgern sind auch Carlotta Nowoczien und Knut Bischoff zu finden. Carlotta hat die App bereits 28 Mal genutzt und konnte bei sieben Einsätzen helfen – eine beeindruckende Bilanz! Knut hingegen wurde 22 Mal alarmiert und hat bei neun Einsätzen Erste Hilfe geleistet. Diese Erfahrungen zeigen, wie wichtig Ersthelfer sind und wie sie die Rettungskette entscheidend stärken.
Um sich als Ersthelfer zu registrieren, muss man volljährig sein und ein „Erste Hilfe Zertifikat“ besitzen, das nicht älter als zwei Jahre ist. Die Gesundheitsministerin von Schleswig-Holstein, Kerstin von der Decken, plant sogar eine gesetzliche Verankerung der App im Rettungsdienst. Sie hat sich selbst zur Ersthelferin ausbilden lassen und möchte noch mehr Menschen zur Teilnahme ermutigen. Das zeigt, wie ernst es ihr mit der Sache ist.
Digitale Helfer in der IT-Welt
Doch nicht nur im physischen Raum, auch im digitalen Bereich gibt es eine Art von Helfern: die Digitalen Ersthelfer. Diese werden durch einen kostenlosen Online-Basiskurs des BSI ausgebildet. Ein Leitfaden zur Reaktion auf IT-Sicherheitsvorfälle ist das Begleitmaterial für alle, die anderen bei IT-Störungen helfen möchten. Die Inhalte sind auf die technische Ausstattung und den Wissensstand der Teilnehmer abgestimmt, wodurch eine breite Zielgruppe angesprochen wird – von Privatpersonen bis hin zu IT-affinen Bürgern.
Der Basiskurs besteht aus drei Modulen mit fünf Videos, die jeweils 20 bis 30 Minuten dauern. Die Themen reichen von den Grundlagen des Cybersicherheitsnetzwerks über die Behandlung von IT-Störungen bis hin zu serviceorientierten Telefongesprächen. Am Ende des Kurses erhält man einen Schulungsnachweis, den man sich sogar ausdrucken kann. Das ist nicht nur eine persönliche Weiterbildung, sondern auch eine wertvolle Qualifikation in einer zunehmend digitalen Welt.
Der Bedarf an qualifizierten Digitalen Ersthelfern wächst – und das nicht ohne Grund. In einer Zeit, in der Cyberangriffe und IT-Probleme alltäglich geworden sind, ist es wichtiger denn je, Menschen zu haben, die kompetent helfen können. Auf diese Weise wird die Sicherheit in der digitalen Welt genauso gestärkt wie in der realen.
In Schleswig-Holstein wird also nicht nur im Notfall auf die schnelle Hilfe von Menschen gesetzt, sondern auch in der digitalen Welt. Das Zusammenspiel aus „Saving Life“ und dem digitalen Ersthelfer-Kurs zeigt: Es gibt immer mehr Wege, um Leben zu retten, sei es durch Erste Hilfe oder durch IT-Support. Und wer weiß, vielleicht wird das nächste Lebensretten eines von uns sein!