Die Luft war am vergangenen Wochenende in Hamburg voller Spannung. Das Final Four der European League lockte Handballfans aus Nah und Fern in die Halle. Am Ende setzte sich die SG Flensburg-Handewitt im kleinen Finale gegen Montpellier HB durch und sicherte sich mit einem 32:30-Sieg den dritten Platz. Ein ordentliches Stück Schmerzensgeld in Höhe von 50.000 Euro gab es obendrauf! Ein schöner Trost nach der knappen Halbfinalniederlage gegen MT Melsungen, die den Flensburgern den Einzug ins Finale verwehrte.
Das Spiel begann recht ausgeglichen. Niclas Kirkelökke musste bereits in der 6. Minute mit einer roten Karte vom Feld. Ein harter Schlag für die Flensburger, aber die Mannschaft steckte nicht auf. In der ersten Halbzeit gelang es der SG, einen Vorsprung von vier Toren herauszuspielen – 16:12 in der 25. Minute. Doch Montpellier zeigte sich kämpferisch und glich kurz vor der Halbzeit zum 16:16 aus. Ein echtes Kopf-an-Kopf-Rennen, das sich bis zur Schlussphase hinzog.
Ein spannendes Finale
In der zweiten Halbzeit blieb es spannend. Flensburg und Montpellier lieferten sich ein packendes Duell, das am Ende in die Entscheidung ging. Drei Minuten vor Schluss setzte sich die SG entscheidend ab und brachte das Spiel sicher nach Hause. Simon Pytlick war der Held des Tages mit sieben Toren. Auch Zvonimir Srna von Montpellier hatte seine Momente und war mit sechs Treffern der beste Schütze seines Teams.
Während Flensburg jubelte, wartete im Finale THW Kiel auf MT Melsungen. Kiel hatte sich im Halbfinale gegen Montpellier durchgesetzt und wollte den Titel. In der Bundesliga-Saison 2023/2024 hatten Kiel und Melsungen jeweils ein Heimspiel gegeneinander gewonnen. So war die Vorfreude auf das Finale groß – die Chance für Melsungen, den ersten bedeutenden Titel in der Vereinsgeschichte zu gewinnen.
Flensburgs Triumph und die deutsche Handball-Dominanz
Im Jahr 2025 war Flensburg dann wieder in der Lage, den Titel zu verteidigen. Am 24. und 25. Mai fand das Final Four erneut in Hamburg statt, und die SG Flensburg-Handewitt zeigte einmal mehr ihre Stärke. Im Finale besiegten sie Montpellier HB mit 32:25 vor 12.000 begeisterten Zuschauern. Lukas Jörgensen stach dabei mit zehn Treffern heraus, während Kevin Möller im Tor mit 19 Paraden glänzte. Flensburg sicherte sich somit einen Startplatz in der kommenden Saison der European League. Ein weiterer Beweis für die Dominanz deutscher Teams in diesem Wettbewerb, auch wenn die letzten Jahre einige Überraschungen bereithielten.
Insgesamt hat die SG Flensburg-Handewitt nun bereits drei Titel im EHF-Pokal gewonnen, gleichauf mit den Füchsen Berlin. Die deutsche Handballszene bleibt weiterhin stark, auch wenn die Erfolge in den letzten Jahren von der Konkurrenz – wie etwa Benfica Lissabon 2022 – herausgefordert wurden. Die Geschichte des EHF-Pokals ist reich an spannenden Duellen und unerwarteten Wendungen. Flensburg hat mit seinen Siegen in 1997, 2024 und 2025 seinen Platz in dieser Geschichte gefestigt. Die Fans können sich auf die kommenden Saisons freuen, in denen die besten Teams erneut um Ruhm und Ehre kämpfen werden.