Heute ist der 3. Juni 2026, ein Tag, der für die Stadt Eckernförde alles andere als gewöhnlich ist. Am frühen Donnerstagmorgen sank das marode Restaurantschiff „Capella“ im Hafen. Ein Bild des Schreckens, das sich passierenden Schaulustigen offenbarte: Das Heck des Schiffs lag tief im Wasser, bevor die „Capella“ schließlich auf Grund ging – ein trauriger Anblick für viele, die in den vergangenen Jahren schöne Stunden an Bord verbracht hatten. Sie war nicht nur ein Restaurant, sondern ein Ort der Begegnung. Das Ende einer Ära, könnte man sagen.
Die Bergungsaktion, die am Wochenende stattfand, war ein wahres Spektakel. Über zwölf Stunden lang kämpften Bergungsunternehmen, das Technische Hilfswerk, die Feuerwehr und die Wasserschutzpolizei darum, das gesunkene Schiff wieder ans Licht zu holen. Passanten standen am Ufer und beobachteten gebannt, wie die Retter ans Werk gingen. Bürgermeisterin Iris Ploog betonte, dass die Stadt nun klären müsse, wie es mit der „Capella“ weitergeht. Die Unsicherheit schwebt wie ein Schatten über dem Hafen.
Ein trauriges Ende
Die „Capella“ hatte Ende 2024 ihren Betrieb eingestellt. In den letzten Jahren war das Schiff immer wieder ein Sorgenkind gewesen – Wasser drang ein, und regelmäßige Reparaturen schienen nicht mehr auszureichen. An dem Tag ihres Untergangs war es den Augenzeugen aufgefallen: Das Schiff war in einer Schieflage, und es war nur eine Frage der Zeit, bis es endgültig auf Grund lag. Die Feuerwehr legte Ölsperren aus, doch glücklicherweise traten keine Betriebsstoffe aus. Diese waren bereits in der Vergangenheit aus dem Schiff gepumpt worden.
Die Verantwortlichen kamen am Mittag im Rathaus zusammen und besprachen die nächsten Schritte. Die Kosten für die Bergungsaktion sind noch unklar, und die Stadt klärt mit der Hafenbehörde, wer für die finanziellen Folgen aufkommen muss. Auch darüber, ob das Schiff womöglich in Einzelteile zerlegt wird, gibt es bereits erste Überlegungen. Ein weiterer Wrack-Bericht aus der Region sorgt für Aufsehen: Die „Sea Dagger“ sank 70 Kilometer vor der Küste und lag am Hauptstrand von Hörnum – merkwürdige Zeiten für die maritime Landschaft hier in Norddeutschland.
Ein Blick in die Zukunft
Die „Capella“ war mehr als nur ein Schiff – sie war Teil der Stadtgeschichte, ein Stück Erinnerung an viele fröhliche Abende und gesellige Runden. Die Bürger fragen sich nun, was aus dem alten Restaurantschiff wird. Wie geht es weiter? Das Ordnungsamt und die Wasserschutzpolizei sind vor Ort, um die Lage zu beobachten und alle nötigen Schritte einzuleiten. Die Verhandlungen, die nun folgen, könnten das Schicksal des Schiffs besiegeln.
Hoffentlich wird bald eine Lösung gefunden, denn der Hafen von Eckernförde ohne die „Capella“ – das wäre irgendwie wie eine Melodie ohne ihren Hauptdarsteller. Die maritime Geschichte dieser Stadt wird weitergehen, aber ohne die „Capella“ wird es definitiv etwas stiller im Hafen. Und während in Gent, Belgien, die Erinnerungen an das erste Urlaubsschiff der DDR recycelt werden, bleibt die Frage im Raum: Was wird aus den Erinnerungen der Eckernförder an ihr geliebtes Restaurantschiff?