In der charmanten Stadt Flensburg stehen zahlreiche Handwerksbetriebe vor einer Herausforderung, die wie ein schwerer Stein auf ihren Schultern lastet: der Fachkräftemangel. Rund 700 Mitgliedsbetriebe der Kreishandwerkerschaft Flensburg sind stark betroffen. Die Situation wird zusätzlich durch steigende gesetzliche Anforderungen, wie die Erhöhung des Mindestlohns, kompliziert, was vor allem die kleinen Betriebe vor enorme Verwaltungsaufgaben stellt. Die Dokumentationspflichten, die als existenziell angesehen werden, können bei Verstößen zu kostspieligen Rechtsstreitigkeiten führen, was in der aktuellen Marktlage zusätzlichen Druck erzeugt.

Die Sorgen über mögliche Lieferengpässe, die sich negativ auf die Kurzarbeit im Baugewerbe und in der Spezialfertigung auswirken könnten, sind laut den Verantwortlichen in der Branche nicht unbegründet. Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, verfolgt die Kreishandwerkerschaft Flensburg eine generationenübergreifende Strategie zur Nachwuchsgewinnung. Initiativen wie die „Kindergarten Werkstattwochen“ und der „Job-Shop 45 plus“ sowie eine Jobmesse sollen frischen Wind in die Handwerksberufe bringen. Gleichzeitig wird auch über eine attraktive Ausbildungsvergütung diskutiert, um mehr junge Menschen für das Handwerk zu begeistern.

Die Rolle der Digitalisierung und Weiterbildung

Mit Blick auf die Zukunft wird die Digitalisierung in der Branche vorangetrieben. Geplant sind Seminare zu Künstlicher Intelligenz (KI) und Workshops zum Notfallmanagement, die Handwerkern helfen sollen, sich in der digitalisierten Welt besser zurechtzufinden. Dies ist besonders wichtig, da die Mittelfristprognose des Fachkräftemonitorings von 2025 bis 2029 eine steigende Zahl an Berufen mit Arbeitskräfteengpässen identifiziert. Bis zum Jahr 2029 könnten rund 530.000 Fachkräfte fehlen, wenn keine geeigneten Maßnahmen ergriffen werden.

Das Fachkräftemonitoring, das auf dem Qube-Projekt basiert und unter der Leitung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) sowie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) durchgeführt wird, analysiert Arbeitsmarktströme und identifiziert ungenutzte Potenziale bei Frauen, Nicht-Deutschen und älteren Arbeitnehmern. Die Prognose zeigt, dass die Erwerbsbeteiligung älterer Arbeitnehmer nur kurzfristig das Arbeitskräfteangebot erhöhen kann, während eine verstärkte Beteiligung von Frauen und Migranten langfristig positive Effekte haben könnte.

Strategische Weichenstellungen im Handwerk

Die Mitgliedsbetriebe in Flensburg sind gefordert, ihre internen Strukturen zu prüfen. Veraltete Vertragsklauseln sollten überarbeitet werden, um Rechtsstreitigkeiten und Bußgelder zu vermeiden. Außerdem wird ein kostenloser PDF-Report mit 19 rechtssicheren Muster-Formulierungen angeboten, der Betrieben als wertvolles Hilfsmittel dienen kann. Die kommenden Wochen und Monate versprechen daher spannende Entwicklungen: Am 19. Mai findet die Vollversammlung der Handwerkskammer Flensburg zur strategischen Weichenstellung statt, gefolgt von Freisprechungsfeiern im Juni für die nächste Generation Gesellinnen und Gesellen.

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Insgesamt ist der Handwerkssektor in Flensburg gefordert, sich den aktuellen Herausforderungen zu stellen, um auch in Zukunft eine tragende Rolle in der regionalen Wirtschaft zu spielen. Die Fachkräftesicherung wird dabei eine zentrale Rolle einnehmen. Wer mehr über den Fachkräftebedarf erfahren möchte, findet unter diesem Link weiterführende Informationen.