Heute ist der 4. Juni 2026 und in Flensburg weht ein Hauch von Abschied. Die SG Flensburg-Handewitt hat im letzten Heimspiel der Saison gegen ThSV Eisenach mit 36:31 (21:18) gewonnen. Ein schöner Abschied, könnte man sagen, auch wenn die Champions-League-Qualifikation schon lange in unerreichbare Ferne gerückt ist. Die Füchse Berlin haben sich den zweiten Platz gesichert – und Flensburg muss nun mit zwei Punkten und 65 Toren Rückstand auf die Hauptstadt auf die nächste Saison in der European League vorbereiten. Es ist ein merkwürdiges Gefühl, die Saison mit gemischten Gefühlen abzuschließen.
Die Partie gegen Eisenach begann mit viel Schwung. Marko Grgic, der sich gleich zu Beginn als treffsicher erwies, erzielte in den ersten sechs Minuten gleich drei Tore. Die Zuschauer – insgesamt 6.300 – waren begeistert und feuerten ihre Mannschaft lautstark an. Die Stimmung war gut, trotz der Tatsache, dass die große Traumreise in die Champions League nicht mehr ansteht. Simon Pytlick stach besonders heraus und erzielte unglaubliche 11 Tore, während Emil Jakobsen mit 7 Treffern (darunter 5 Siebenmeter) ebenfalls einen großen Beitrag leistete.
Ein bittersüßer Abschied
Doch wie das Leben so spielt, gibt es nicht nur Jubel, sondern auch Abschiedsschmerz. Vier Spieler werden den Verein im Sommer verlassen: Kapitän Johannes Golla zieht zu MT Melsungen, Torwart Kevin Möller wechselt nach GOG, Lukas Jörgensen geht zu Veszprem und Adin Faljić hat noch keinen neuen Verein. Kevin Möller äußerte sich nach dem Spiel positiv über seine Zeit in Flensburg – das muss für die Fans wie ein kleiner Trost wirken. Der Abschied von Golla, einem echten Leader, der für seinen Einsatz und seine Leidenschaft bekannt ist, wird schwer wiegen.
In der Partie selbst gab es auch einen kleinen Aufreger: Peter Walz von Eisenach sah für ein Foul an Lasse Möller die Rote Karte. Flensburg hatte zur Halbzeit mit 21:18 die Nase vorn, und das Team von Coach Ales Pajovic nahm kurz vor Schluss eine Auszeit, um den beiden scheidenden Spielern Golla und Möller die gebührende Ehre zu erweisen. Es war ein Moment, der für viele unvergesslich bleiben wird, auch wenn die Saison nicht nach Wunsch verlief.
Ein Blick in die Zukunft
Mit dem Blick auf die kommende Saison wird es für die SG Flensburg-Handewitt spannend. Die European League wartet mit neuen Herausforderungen. Zukünftige Begegnungen, wie das Duell gegen ThSV Eisenach am 4. Juni 2026, versprechen interessante Spiele. Die Mannschaft wird sich neu formieren müssen, um in der nächsten Saison an alte Erfolge anzuknüpfen. Am 7. Juni geht es dann gegen die Füchse Berlin – ein Duell, das die Fans schon jetzt mit Spannung erwarten.
Die Vorfreude auf die neuen Spieler und die nächste Saison ist spürbar, auch wenn die Erinnerungen an die alte Mannschaft noch frisch sind. Flensburg hat eine starke Handballtradition, und es bleibt zu hoffen, dass die kommenden Spieler die Leidenschaft und den Kampfgeist mitbringen, die die SG so besonders macht. Es werden aufregende Monate – und wer weiß, vielleicht wird der nächste Abschied nicht so schwer wie der aktuelle.