Die Minden Wolves standen am vergangenen Samstag vor einer Herkulesaufgabe – und das, obwohl die Anreise nach Elmshorn schon alles andere als reibungslos verlief. Ein Stau und eine Vollsperrung auf der A7 sorgten für eine chaotische Anfahrt, die letztendlich in einer zweistündigen Verspätung resultierte. Die Fans, die sich auf den Kickoff um 15 Uhr gefreut hatten, mussten sich mit einer Verschiebung auf 16 Uhr abfinden. Doch das Spiel begann dann doch schon um 15:10 Uhr, und die Wolves hatten kaum Zeit, sich umzuziehen, ihre Pässe zu checken oder sich aufzuwärmen. Ein denkbar schlechter Start für ein Team, das dringend einen Sieg benötigt.

Die Begegnung gegen die Elmshorn Fighting Pirates endete schließlich mit einem klaren 22:51, was die Minden Wolves weiter im Tabellenkeller der GFL2 Nord festhält. Vor diesem Spiel hatten sie bei den Hamburg Pioneers zwar eine knappe Niederlage (14:21) kassiert, doch der Frust über die wiederholte Pleite saß tief. Vor etwa 400 Zuschauern war die Stimmung gemischt – die einen jubelten den Elmshornern zu, während die anderen mit den Wolves mitfieberten, die sich mehr als einmal durch das Spiel kämpften.

Ein Spiel voller Wendungen und Emotionen

Die Elmshorner legten gleich zu Beginn los und erzielten den ersten Touchdown durch Quarterback Quincy Casey, der den Ball zu Nathaniel Thomas brachte. Mit 8:0 schien es, als ob die Wolves gleich zu Beginn auf der Verliererstraße waren. Doch Minden ließ sich nicht unterkriegen und schaffte es, durch ein Fieldgoal von Tobias Pauls auf 3:8 zu verkürzen. Doch dann kam es zu einem weiteren Rückschlag: Willie Fedd jr. von den Wolves und Julian Pelka von den Pirates wurden wegen Targetings vom Platz gestellt. Ein Moment, der die Gemüter auf beiden Seiten erhitzte.

Zur Halbzeit lag Elmshorn bereits mit 22:10 vorne. Im dritten Viertel dominierten die Pirates das Geschehen und erhöhten auf 38:10. Die Wolves gaben jedoch nicht auf und erzielten durch Kevin Neal einen Touchdown, der die Fans auf ihre Seite ziehen wollte, doch das war nur ein kurzes Aufflackern. Elmshorn konterte mit einem weiteren Touchdown und setzte den Schlusspunkt mit dem Endstand von 51:22.

Ausblick auf das nächste Spiel

Für die Minden Wolves steht nun das nächste Duell an: am Samstag geht es gegen die Langenfeld Longhorns im Weserstadion. Kickoff ist um 15 Uhr. Die Fans hoffen auf eine Wende und dass die Mannschaft aus den bitteren Erfahrungen der letzten Spiele lernt. Vielleicht wird es ja endlich Zeit für den ersten Sieg in dieser Saison! Denn eines ist klar: Die Wolves müssen ihre Wunden lecken und mit neuer Energie in das kommende Spiel gehen. Wir drücken die Daumen!

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