Wolfsburg ist nicht nur die Stadt der Volkswagen-Produktion, sondern auch ein Anziehungspunkt für Besucher aus allen Ecken der Welt. Seit 1948 reisen Menschen hierher, um das Herzstück der Autoherstellung zu erleben. Über acht Millionen Menschen haben in dieser Zeit das Werk besucht, und täglich strömen bis zu 1.000 Gäste auf das Gelände. Am 9. Oktober 2023 wurden neue Besucheranhänger für die beliebten Werkstouren vorgestellt, die auf eine noch komfortablere und zugänglichere Art und Weise die Produktionsabläufe zeigen.
Die neuen, vollelektrischen Anhänger, die von einem ID.3 gezogen werden, bringen eine Menge frischen Wind in die Werkstouren. Mit einer Gesamtlänge von rund 18 Metern und Platz für 30 Gäste sorgen sie für mehr Komfort und Sicherheit. Wer gerne mit den Füßen im Takt der modernen Automobilindustrie unterwegs ist, wird sich über die automatischen Türen, die Einstieghilfen und die Sicherheitsgurte an allen Plätzen freuen. Zudem sind auch zwei barrierefreie Anhänger mit automatischer Rollstuhlplattform verfügbar, sodass wirklich jeder die Faszination Auto erleben kann.
Flexibilität für die Besucher
Die Werkstour führt über eine rund sieben Kilometer lange Strecke durch zentrale Produktionsbereiche wie das Presswerk, die Karosseriefertigung und die Lackiererei. Die Route ist flexibel und kann je nach Gästewunsch und den Gegebenheiten im Werk angepasst werden. Besonders beliebt sind die Stopps an den „Hochzeiten“, wo Karosserie, Motor und Fahrwerk zusammengeführt werden, sowie im Presswerk und der Lackiererei. Das Team von „Guest Relations“, bestehend aus 40 Mitarbeitern, sorgt dafür, dass alles reibungslos verläuft und die Besucher ein einmaliges Erlebnis bekommen.
Ein weiteres Highlight ist, dass nun auch Kinder ab sechs Jahren an den Touren teilnehmen dürfen, was die Familientauglichkeit der Führung deutlich erhöht. Diese Abenteuerliche Idee für die neuen Fahrzeuge war während der Corona-Pandemie 2020 entstanden und lief zur Marktreife, indem die ersten Fahrten mit den Fußballprofis des VfL Wolfsburg durchgeführt wurden.
Ein Blick in die Geschichte
Die Werkführung hat seit ihrer Einführung eine beeindruckende Entwicklung durchgemacht. Zunächst fand sie zu Fuß statt, bevor ab Ende der 1990er-Jahre Fahrzeuge eingesetzt wurden. Im Jahr 2000 wurden dann zwölf Panoramabahnen eingeführt, die in den letzten Jahren durch die neuen, innovativen Anhänger ersetzt wurden. Hergestellt wurden die neuen Fahrzeuge von dem regionalen Unternehmen Metallbau Gerhard Gieseke aus Gifhorn, was auch die regionale Verbundenheit von Volkswagen unterstreicht.
Die Geschichte von Volkswagen ist nicht nur die Geschichte der Autos, sondern auch der Motoren, die sie antreiben. Die klassischen VW-Motoren wie der berühmte Typ-1 Motor, der in vielen Modellen wie dem Beetle und dem Bus verwendet wurde, sind ein Teil dieser Tradition. Diese luftgekühlten Flat-four-Motoren sind bekannt für ihre Zuverlässigkeit und ihren einfachen Aufbau und fanden auch in verschiedenen industriellen Anwendungen ihren Platz. Eine Liste der Spezifikationen zeigt die Evolution dieser legendären Motoren hier.
Mit den neuen Entwicklungen im Werk und dem ständigen Bestreben, Besucher eine wunderbare Erfahrung zu bieten, bleibt Volkswagen in Wolfsburg ein bedeutender Anziehungspunkt. Die Kombination aus Tradition und Innovation ist der Schlüssel, warum das Werk bis heute hoch im Kurs steht und Menschen aus aller Welt anzieht.