In Wolfsburg heißt es wieder einmal: Vorsicht vor den gefräßigen Raupen des Eichenprozessionsspinners (EPS). Diese kleinen Gesellen schlüpfen üblicherweise im Mai und haben sich dank der Klimaerwärmung in den letzten Jahren stark ausgebreitet. Besonders betroffen sind Eichen, vor allem freistehende und sonnige Bäume. Die Stadt Wolfsburg mahnt zur Wachsamkeit, denn die Brennhaare der Raupen können nicht nur den Bäumen, sondern auch den Menschen schaden.

Die Raupen verstecken sich tagsüber in ihren Gespinstnestern und machen sich abends auf den Weg zur Baumkrone, um die Blätter zu verspeisen. Doch Vorsicht ist geboten! Die Gifthaare können Hautirritationen, Atembeschwerden und Augenreizungen hervorrufen. Die Stadt empfiehlt daher, befallene Eichen zu meiden und körperbedeckende Kleidung zu tragen. Bei Kontakt mit den Raupenhärchen sollte man sich umgehend mit kaltem Wasser abspülen und bei starkem Juckreiz einen Arzt aufsuchen. Zudem sollten Kleidungsstücke, die in Kontakt mit den Brennhaaren gekommen sind, bei mindestens 60 Grad gewaschen werden.

Bekämpfungsmaßnahmen und Sicherheitshinweise

Die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners erfolgt durch verschiedene Methoden, die je nach Befallsstärke und Nutzung des Gebiets ausgewählt werden. Mechanische Maßnahmen wie das Absaugen der Nester sind eine gängige Vorgehensweise, die auch für 2026 geplant ist. Auch die Förderung natürlicher Fressfeinde, wie Meisen, durch Nistkästen trägt zur Bekämpfung bei. Diese Nistkästen sollten jedoch nicht direkt in die Eichen gehängt werden, sondern in deren Nähe.

Die Stadt Wolfsburg ist der Ansprechpartner für öffentliche Flächen; private Grundstückseigentümer sind jedoch selbst für die Bekämpfung auf ihrem Land verantwortlich. Bei einem Befall sollte man sich an die Gesundheits-, Forst- oder Pflanzenschutzämter oder professionelle Schädlingsbekämpfer wenden. Die Bekämpfung fällt unter die Pflanzenschutzmittel-Verordnung zum Schutz der Eichen und unter die Biozid-Verordnung zum Schutz der menschlichen Gesundheit.

Wichtige Kontaktinformationen

Für weitere Informationen oder im Falle eines Befalls können Bürger die Stadt Wolfsburg unter der Telefonnummer 115 oder per E-Mail an servicecenter@stadt.wolfsburg.de kontaktieren. Zudem werden befallene Bäume mit Markierbändern gekennzeichnet, die auf die Allergiegefahr hinweisen. Diese Markierungen werden zeitnah entfernt, um die Gefahren für die Öffentlichkeit zu minimieren.

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In den letzten Jahren hat sich der Eichenprozessionsspinner besonders in stark frequentierten Gebieten wie Parks und Wanderwegen verbreitet. Die Bekämpfungsmaßnahmen sollten daher nicht nur auf den Schutz der Bäume, sondern auch auf die Sicherheit der Menschen abzielen. Bei hohem Befall und starker Nutzung sind umfassende Maßnahmen, einschließlich Chemikalieneinsatz oder biologischer Bekämpfung, empfehlenswert.

Die Stadt Wolfsburg und die zuständigen Ämter arbeiten ständig daran, die Bevölkerung über die Gefahren und die richtigen Verhaltensweisen zu informieren. Es bleibt zu hoffen, dass die Natur und die Bemühungen der Menschen dazu beitragen, die Verbreitung dieser gesundheitsschädlichen Schmetterlingsart einzudämmen.