Es war ein aufregendes Wochenende im Mai, als der Wasserstoff-Küsten-Cup 2023 des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) im Auricher Energie Erlebnis Zentrum über die Bühne ging. Der Wettkampf zog sieben Teams mit insgesamt rund 20 Teilnehmern an, die sich an einem etwa 20 Meter langen Parcours miteinander maßen. Unter ihnen glänzte das Team „Hydrogene Talents“ aus Wilhelmshaven, das mit ihrem selbstgebauten Boot nicht nur den ersten Preis ergatterte, sondern auch den Wanderpokal für ein ganzes Jahr in die Heimat holen konnte. Es war ein Moment, der sowohl für die Jugendlichen als auch für die Stadt selbst ein Grund zum Feiern war!
Die Boote, ausgestattet mit Wasserstoff-Brennstoffzellen-Antrieb, mussten Schnelligkeit, Ausdauer und Geschicklichkeit beweisen. Dabei gab es auch einige technische Hürden zu meistern: Einige Teams hatten Probleme mit der Energieversorgung und schafften die Strecke nicht. Doch das Wilhelmshavener Team hatte einen klaren Vorteil – sie stellten den Wasserstoff selbst her, was ihnen einen entscheidenden Schub gab. Unterstützt wurden die jungen Tüftler von Axel Weber vom Lernort Technik und Natur sowie dem Modellbauverein „RC Park Wilhelmshaven“, die ihnen beim Bau der Boote unter die Arme griffen.
Technik trifft Kreativität
Doch der Wasserstoff-Küsten-Cup ist nicht nur ein Wettbewerb, sondern auch eine Plattform, auf der junge Talente ihre Fähigkeiten ausbauen können. In den vergangenen drei Monaten haben Teams von vier Schulen an der südlichen Nordseeküste – darunter die OBS Cadenberge, IGS Friesland Nord, Lernort Technik und Natur e.V. Wilhelmshaven und Bockhorn sowie die OBS Uplengen – den Umgang mit Brennstoffzellentechnologie erlernt. Sie entwarfen ihre Boote, bauten Antriebe und stellten Teile mit 3D-Druckern her. Technikunterricht, der nicht nur auf dem Papier stattfand, sondern durch praktische Anwendungen die Kreativität der Schüler förderte.
Am 15. Mai fand dann eine weitere spannende Ausgabe des VDI-Wasserstoff-Küsten-Cups in Düsseldorf statt, wo ein Team der Oberschule Uplengen den Sieg davontrug. Auch hier gab es einen Wanderpokal, gestiftet von der Meyerwerft in Papenburg, und die Pokalübergabe fand anlässlich des 25-jährigen Jubiläums des Lernorts Technik und Natur statt. Der Wettbewerb ist mehr als nur ein Rennen; es geht darum, die Jugendlichen für Wasserstofftechnologien zu begeistern und ihnen die Möglichkeit zu geben, ihre Ideen und Talente auszuleben.
Die Zukunft des Wasserstoffs
Die Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, Wasserstofftechnologien in Deutschland zu fördern und dabei auch die Rahmenbedingungen zu schaffen, um die Marktentwicklung voranzutreiben. Die Unterstützung reicht von der Grundlagenforschung bis hin zu anwendungsnahen Fragestellungen, die die schnelle Umsetzung von Innovationen aus der Forschung ermöglichen. Ein Beispiel dafür ist die Substitution von Erdgas durch grünen Wasserstoff in der Stahlindustrie. Hier wird klar, wie wichtig die Entwicklung und der Einsatz von Wasserstoff für eine nachhaltige Zukunft sind.
Für die Teilnehmer des Wasserstoff-Küsten-Cups bedeutet der Wettbewerb nicht nur eine tolle Erfahrung, sondern auch die Chance, Teil dieser aufregenden Entwicklung zu sein. Sie gewinnen nicht nur Fachwissen über Wasserstoff-Brennstoffzellen-Antriebstechnik und Bootsbau, sondern können auch ihre eigenen Ideen und Projekte weiterverfolgen. Der „VDI Wasserstoff-Küsten-Cup-Club“ in Wilhelmshaven, der sich mittwochs im Lernort Technik und Natur trifft, sucht neue Mitglieder zwischen 13 und 20 Jahren. Technische Vorkenntnisse sind dabei nicht erforderlich – nur die Neugier und der Wille, etwas zu lernen!
Die nächsten Rennen des VDI-Wasserstoff-Küsten-Cups sind bereits in Planung – das nächste große Event findet am 8. Mai 2026 im EEZ Aurich statt. Die Vorfreude darauf ist groß, und die Teilnehmer können es kaum erwarten, erneut ihr Können unter Beweis zu stellen. Vielleicht sehen wir dann wieder das Wilhelmshavener Team an der Spitze des Podiums – oder es gibt neue Gesichter, die die Herzen der Zuschauer im Sturm erobern. Die Zukunft ist spannend, und Wasserstoff könnte dabei eine zentrale Rolle spielen!