In Wilhelmshaven gibt es ein großes Thema, das gerade viele Studierende beschäftigt: BAföG. Es ist schon fast ein kleines Rätsel – warum lassen so viele junge Leute diese finanzielle Unterstützung einfach links liegen? Der aktuelle Trend zeigt, dass viele darauf verzichten. Dabei könnte es sich um einen monatlichen Zuschuss von bis zu 992 Euro handeln, den man einfach nicht abholt. Das Studierendenwerk Oldenburg (SWO) ist da ganz klar: Das sollte nicht passieren!

Ein Blick auf die Zahlen ist ernüchternd. Rund 70 Prozent derjenigen, die Anspruch auf BAföG haben, stellen keinen Antrag. Das ist schon eine gehörige Summe, die da ins Leere läuft. Besonders vor den Sommerferien, wenn das neue Wintersemester vor der Tür steht, empfiehlt es sich, die Anträge einzureichen. Und auch wenn viele in den kommenden Monaten Anträge stellen, gibt es oft Probleme – fehlende Unterlagen oder Angaben können die Bearbeitung ordentlich verzögern. Das ist nicht nur ärgerlich, sondern kostet auch Zeit und Nerven.

Unterstützung und Informationen

Die gute Nachricht ist, dass das SWO wöchentliche Sprechstunden auf dem Hochschulcampus in Wilhelmshaven anbietet, um bei der Antragstellung zu helfen. Hier können Studierende Fragen stellen, Unsicherheiten klären und sich den nötigen Rat holen. Außerdem gibt’s die Möglichkeit, die Anträge ganz bequem online über bafoeg-digital.de oder mit der BAföG-Digital-App zu stellen. Einmal an die richtige Adresse geschickt, kann es dann schnell gehen – wenn man die nötigen Unterlagen beisammen hat.

Für viele ist BAföG eine wichtige Stütze. Im Schnitt gibt es für die über 4.800 BAföG-Empfänger an der Uni Oldenburg, der Jade Hochschule und der Hochschule Emden/Leer etwa 672 Euro monatlich. Und das Beste daran: Die Hälfte dieser Summe ist ein Zuschuss, den man nicht zurückzahlen muss! Das sind doch Gründe genug, um sich mit dem Thema zu beschäftigen, oder?

Ein Blick auf die aktuellen Entwicklungen

<pDoch die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache – 2024 erhielten nur noch 612.800 Personen BAföG-Leistungen, das sind 22.800 weniger als im Jahr zuvor. Damit wurde der niedrigste Wert seit dem Jahr 2000 erreicht. Die monatlichen Leistungen lagen im Schnitt bei 635 Euro, was fünf Euro weniger ist als im Vorjahr. Die Gesamtausgaben des Bundes für die BAföG-Förderung sind ebenfalls gesunken, um 9 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro. Besonders auffällig ist, dass 79 Prozent der BAföG-Geförderten Studierende sind, während 21 Prozent Schülerinnen und Schüler ausmachen.

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Ein weiteres neues Element, das ab dem kommenden Wintersemester 2024/2025 eingeführt wird, ist die sogenannte „Studienstarthilfe“. Dieser einmalige Zuschuss von 1.000 Euro richtet sich an Personen unter 25 Jahren, die vor ihrem Studium Sozialleistungen beziehen. Im Jahr 2024 wurden bereits 10.700 Personen mit dieser Hilfe unterstützt, was dem Bund 10,7 Millionen Euro gekostet hat. Ein Lichtblick für viele, die einen kleinen finanziellen Schubs gebrauchen können.

Die Zahlen zeigen auch, dass der Frauenanteil unter den BAföG-Geförderten bei 59 Prozent liegt, während die Männer mit 41 Prozent einen etwas geringeren Anteil ausmachen. Ein interessanter Aspekt ist auch, dass 67 Prozent der Geförderten unter 25 Jahre alt sind und 71 Prozent nicht mehr bei ihren Eltern wohnen. Das sind alles Faktoren, die in die Überlegungen zur Antragstellung einfließen sollten.

In einem Umfeld, in dem finanzielle Unterstützung immer wichtiger wird, sollte kein Studierender die Chance verpassen, sich über seine Ansprüche zu informieren und diese auch geltend zu machen. Denn das, was einem zusteht, sollte man sich nicht entgehen lassen – schließlich ist das Leben als Studierender schon herausfordernd genug!