In Wilhelmshaven gibt es derzeit einen besorgniserregenden Trend, der die Polizei auf den Plan ruft. Betrügerische E-Mails, die im Namen bekannter Unternehmen oder sogar Behörden verschickt werden, machen den Menschen das Leben schwer. Vor allem die Polizeiinspektion Wilhelmshaven-Friesland hat eine deutliche Warnung ausgesprochen. Die Masche ist perfide: Die Absender gaukeln den Empfängern vor, es bestünde dringender Handlungsbedarf, sei es wegen einer Kontosperrung oder offener Rechnungen. Und dann wird der arglose Empfänger aufgefordert, auf Links zu klicken und persönliche Daten preiszugeben oder sogar Zahlungen zu leisten. Das Ganze sieht oft so echt aus, dass man ganz leicht darauf hereinfallen kann!
Doch auch wenn die Polizei versucht, aufzuklären, gibt es immer wieder neue Fälle, die für finanziellen Schaden sorgen. Ein paar Dinge sollten alle Nutzer im Hinterkopf behalten: Unstimmigkeiten wie komische Absenderadressen, Rechtschreibfehler oder unpersönliche Anreden können Hinweise darauf sein, dass hier etwas nicht stimmt. Die Polizei rät dazu, bei unerwarteten Nachrichten besonders vorsichtig zu sein. Und ganz wichtig: Seriöse Unternehmen fordern keine sensiblen Informationen per E-Mail an. Das ist ein klarer Hinweis, um die Alarmglocken läuten zu lassen!
Vorsicht vor Fake-E-Mails
Und die Gefahren hören hier nicht auf. Das Bundeskriminalamt (BKA) hat ebenfalls eine Warnung herausgegeben. In einer Meldung vom 25. März 2025 wird davor gewarnt, dass Unbekannte sich als Abteilungsleiter des BKA ausgeben. In diesen E-Mails finden sich gefälschte Vorladungen und Vorwürfe zu angeblichen Straftaten, die nicht vom BKA stammen. Empfänger werden gedrängt, innerhalb einer bestimmten Frist zu reagieren. Das BKA rät eindringlich, keine Ausweiskopien an unbekannte Personen zu versenden und bei Zahlungsaufforderungen nach einer Kontaktaufnahme nicht zu reagieren. Ein weiterer Schuss ins Kontor für all jene, die vielleicht gerade etwas unvorsichtig sind.
Die E-Mails sind oft nichts weiter als ein trojanisches Pferd, das möglicherweise Schadsoftware enthält. Wer denkt schon daran, dass ein harmloser Anhang einem das Leben schwer machen kann? Deshalb sollte man die Absenderadresse genau prüfen und im Zweifelsfall lieber den Absender dem SPAM-Bereich hinzufügen. Und noch ein Tipp: Das BKA versendet niemals E-Mails von privaten Anbietern – ein Zeichen, das man sich gut merken sollte!
Cyber-Kriminalität: Ein wachsendes Problem
Die Cyber-Kriminalität ist ein Phänomen, das sich mit der fortschreitenden Digitalisierung immer weiter ausbreitet. Laut dem Digitalbarometer 2020 war bereits jeder Vierte in Deutschland Opfer solcher Straftaten. Ein Drittel dieser Betroffenen hat dabei auch noch finanziellen Schaden erlitten. Es ist ein Teufelskreis: Oftmals schützen sich die Betroffenen nach einem Vorfall nicht besser. Daher ist es umso wichtiger, die eigenen Accounts und Geräte zu schützen, um die Verbreitung von Malware zu verhindern. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) gibt dazu hilfreiche Handlungsempfehlungen. Immer wieder wird betont, dass es keinen 100%-igen Schutz vor Cyber-Angriffen gibt. Wachsamkeit ist gefragt – gerade bei E-Mails und Links!
Wer Opfer von Cyber-Kriminalität geworden ist, sollte sich nicht scheuen, den Vorfall bei der örtlichen Polizeidienststelle anzuzeigen. Und für all jene, die sich Unterstützung wünschen, gibt es den Verein zur Förderung der kommunalen Prävention in Wilhelmshaven (VKP). Dort stehen ausgebildete Sicherheitsberater – wie Volker Perschmann – bereit, um zu helfen. Die Sprechzeiten sind jeden Dienstag von 10 bis 13 Uhr und jeden ersten Montag im Monat von 16.30 bis 18 Uhr. Ein Besuch kann sich lohnen, um die eigene Sicherheit zu erhöhen und besser auf die digitalen Gefahren vorbereitet zu sein!