Die Sorgen und Ängste sind allgegenwärtig in Lohne. Seit dem Dienstagabend, dem 26. Mai, wird die 76-jährige Theresia Adler vermisst. Um 18:40 Uhr verschwand sie aus der Pflegeeinrichtung an der Kroger Straße. Die Frau leidet an Demenz, was die Situation noch dringlicher und beunruhigender macht. Theresia ist orientierungslos und könnte sich in einem Zustand befinden, der sie in Gefahr bringt. Unvorstellbar, wie es für ihre Angehörigen sein muss, in dieser Ungewissheit zu leben.
Die Suchaktion nahm sofort Fahrt auf. Polizeihubschrauber und eine Drohnengruppe der Feuerwehr Vechta waren im Einsatz, unterstützt von Einsatzkräften der Wehren aus dem Kreis Vechta. Das Gebäude und das umliegende Gelände wurden akribisch durchsucht, doch die Dunkelheit zwang die Einsatzkräfte gegen 1 Uhr nachts, die Suche vorübergehend einzustellen. Es ist eine schmerzhafte Realität, dass selbst in einer vermeintlich sicheren Umgebung wie einem Pflegeheim, Demenzkranke wie Theresia in die Irre gehen können.
Ein Blick auf die Beschreibung
Theresia ist klein und zierlich, trägt ein pinkes Oberteil und schwarze Hose. Ihre grau-melierten Haare sind ein weiteres Merkmal, das sie ausmacht. Trotz ihrer Krankheit reagiert sie auf ihren Namen, was ein Funken Hoffnung für die Suchenden ist. Es wird vermutet, dass sie möglicherweise in die Nähe von Vechta unterwegs sein könnte. Wer Informationen hat, sollte sich umgehend bei der Polizei unter 110 oder in Vechta unter 04441/9430 melden. Jeder Hinweis zählt in dieser verzweifelten Lage!
Demenz und ihre Herausforderungen
Die Problematik von vermissten demenzkranken Menschen ist leider kein Einzelfall. Im Saarland wurden kürzlich ähnliche Fälle gemeldet, darunter ein 85-jähriger Mann, der aus einem Seniorenheim verschwand und schließlich in einem Gebüsch gefunden wurde. Er war gestürzt und konnte sich nicht mehr aus eigener Kraft aufrichten. Solche Geschichten zeigen, wie verletzlich ältere Menschen mit Demenz sind. In Illingen wird seit mehr als einer Woche ein weiterer 85-Jähriger vermisst.
In Deutschland leben schätzungsweise bis zu 25.000 Menschen mit Demenz im Saarland allein. Über 85 Prozent von ihnen werden von Angehörigen betreut. Das ist eine immense Herausforderung, denn Demenzkranke verlieren oft die räumliche Orientierung und leben in ihrer eigenen Welt. Manchmal sagen sie, sie wollen nach Hause, obwohl sie sich bereits in ihrem Zuhause befinden. Das ist verwirrend und belastend für alle Beteiligten.
Um dem vorzubeugen, haben sich GPS-Tracker für Senioren in den letzten Jahren verbreitet. Diese kleinen Geräte, die als Anhänger oder Uhr getragen werden können, ermöglichen es, demenzkranke Menschen zu orten und ihre Sicherheit zu erhöhen. Einige Systeme alarmieren Angehörige, wenn der Patient einen bestimmten Bereich verlässt. Es sind kleine technische Helfer, die vielleicht Leben retten können.
Wenn man also einem älteren, orientierungslos wirkenden Menschen begegnet, ist es wichtig, freundlich zu sein und Hilfe anzubieten. Wenn klar ist, dass die Person alleine unterwegs ist, sollte man nicht zögern, die Polizei zu informieren. Jeder Mensch zählt, und in solchen Situationen könnte jede Kleinigkeit den Unterschied ausmachen.