Heute ist der 28.04.2026 und in der Hansestadt Uelzen steht eine spannende Neuerung auf der Tagesordnung. Der Verwaltungsausschuss hat empfohlen, die Satzung und Wahlordnung für einen künftigen Jugendrat zu beschließen. Dies ist ein bedeutender Schritt in Richtung einer stärkeren Einbindung junger Menschen in die kommunalpolitische Arbeit. Der Stadtrat wird am 4. Mai die endgültige Entscheidung treffen.
Der geplante Jugendrat soll mit insgesamt 16 Mitgliedern aufgestellt werden. Davon sind elf Sitze für Jugendliche mit Hauptwohnsitz in Uelzen vorgesehen, während fünf Plätze für junge Menschen aus dem Landkreis reserviert sind, die in Uelzen zur Schule gehen oder dort arbeiten. Die Wahl findet online statt und ist für Ende September 2026 angesetzt. Kandidieren können Jugendliche, die am Wahltag mindestens 13 und noch nicht 22 Jahre alt sind, und die Amtszeit beträgt zweieinhalb Jahre. Das erste Gremium wird am 1. November 2026 seine Arbeit aufnehmen.
Einbindung junger Stimmen
Claudia Brunsemann, die für die Kinder- und Jugendbeteiligung zuständig ist, hebt die Bedeutung des Jugendrats für die Einbringung junger Anliegen in die lokale Politik hervor. Junge Menschen waren aktiv an der Vorbereitung des Jugendrats beteiligt. Aus einem Workshop an weiterführenden Schulen entstand eine Konzeptgruppe mit rund 13 Jugendlichen aus Stadt und Landkreis Uelzen, die gemeinsam mit der Stadtverwaltung an den Entwürfen für Satzung und Wahlordnung gearbeitet hat.
Der Jugendrat wird nicht nur ein eigenes Budget für Projekte erhalten, sondern auch Rede- und Antragsrechte in städtischen Fachausschüssen. Dies stellt sicher, dass die Stimmen der Jugend in politische Entscheidungsprozesse einfließen können und die Anliegen der jungen Generation Gehör finden.
Bundesweite Initiative zur Jugendbeteiligung
Diese lokale Initiative fügt sich in einen größeren Rahmen der politischen Beteiligung junger Menschen ein. Das Bundesjugendministerium fördert aktiv die politische Mitbestimmung und hat das Ziel, den gesellschaftlichen Zusammenhalt sowie die Demokratie zu stärken. Ergebnisse aus verschiedenen Jugendbeteiligungsformaten zeigen, dass junge Menschen gleichwertig wie Erwachsene in Beteiligungsprozesse einbezogen werden möchten. Eine digitale Beteiligungsplattform wird derzeit entwickelt und soll im zweiten Quartal 2026 verfügbar sein.
Zudem sind die JugendPolitikTage (JPT) 2025 und die BundesJugendKonferenz (BuJuKo) 2024 zentrale Formate, die den Dialog zwischen jungen Menschen und der Politik fördern. Diese Initiativen unterstreichen die Wichtigkeit der Jugendbeteiligung und bieten eine Plattform für die Einbringung von Ideen für eine jugendgerechte Zukunft.
Mit dem geplanten Jugendrat in Uelzen wird ein wichtiger Schritt hin zu einer aktiven und gleichwertigen Beteiligung junger Menschen an der Politik gemacht. Hier zeigt sich, dass das Engagement der Jugend nicht nur erwünscht, sondern auch dringend notwendig ist, um die Zukunft unserer Gesellschaft mitzugestalten.