In der kleinen, aber dynamischen Stadt Uelzen, wo sich Tradition und Innovation die Hand geben, hat sich das Institut für gemeinnützige Dienstleistungen gGmbH in Suderburg zu einem Zentrum internationaler wissenschaftlicher Zusammenarbeit entwickelt. Ursprünglich in der Integrationsarbeit mit Flüchtlingen und Migranten verwurzelt, hat es sich seit 2016 immer weiter entfaltet und wichtige Workshops zur Digitalisierung organisiert. IT-Manager und Unternehmen der Region fanden sich zusammen, um über digitale Infrastruktur und Technologien zu diskutieren. Das Engagement der Stadt Uelzen, unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Jürgen Markwardt, hat dazu beigetragen, dass diese Veranstaltungen im Ratssaal der Stadt stattfanden und somit eine Plattform für Wissensaustausch boten.

Die ersten internationalen Workshops fanden 2018 und 2019 statt und brachten Forscher aus verschiedenen Ländern zusammen. Die Covid-19-Pandemie stellte die Welt auf den Kopf, doch auch hier bewies das Institut seine Flexibilität und veranstaltete 2020 Online-Workshops über Zoom. Die Teilnehmerzahl explodierte förmlich und über 100 Wissenschaftler aus aller Welt nahmen teil. Ein weiterer Meilenstein war die Gründung der internationalen Konferenzreihe Contemporary Studies in Management (CoSiM), die sich mit aktuellen Fragen der Managementforschung auseinandersetzt. Ein internationales Herausgeberteam und Länderbeauftragte wurden ins Leben gerufen, um die Qualität und den Austausch der Forschung zu gewährleisten.

Ein Blick auf die Zukunft

Im Jahr 2024 wird das CoSiM Forschungsinstitut international etabliert. Die Pläne sind groß: Künstliche Intelligenz soll eine zentrale Rolle in der Forschung spielen. Themen wie digitale Transformation, intuitive Entscheidungen und nachhaltige Entwicklung stehen auf der Agenda. Hier kommt die Berufsbildende Schule 1 in Uelzen ins Spiel, die aktiv daran beteiligt ist, Schüler in diese internationalen Diskussionen einzubeziehen. Die Workshops und Konferenzen haben bereits zur Vernetzung von Wissenschaft, Wirtschaft und Bildung beigetragen und zeigen, wie wichtig dies für die regionale Entwicklung ist.

Die Online-Konferenz CoSiM, die vom 24. bis 27. November 2023 stattfand, beleuchtet nicht nur wissenschaftliche Fragen, sondern geht auch auf gesellschaftliche Themen ein. Schirmherr Jürgen Markwardt und Prof. Dr. Markus Launer von der Ostfalia Universität in Uelzen organisierten die Veranstaltung, die interkulturelle Integration für Geflüchtete und Migranten, Women Empowerment und die Unterstützung der LGBT-Community in den Fokus nahm. Über 100 Millionen Menschen sind derzeit auf der Flucht, und es ist von entscheidender Bedeutung, ihre Herausforderungen zu adressieren. Vorträge von renommierten Wissenschaftlern, wie Prof. Dr. Rania Lampou, die über Bildungsmöglichkeiten für Flüchtlinge sprach, und Prof. Dr. Mustafa Ozbilgin, der die Situation Non-Binary Menschen im Management beleuchtete, zeugen von der Vielfalt der Themen.

Die Rolle der Technologie

Künstliche Intelligenz wird als Schlüsseltechnologie für die Integration von Flüchtlingen diskutiert. Prof. Dr. Kuanchin Chen erläuterte, wie KI helfen kann, die Bedürfnisse von Geflüchteten besser zu verstehen und ihnen den Zugang zu Bildung und Arbeitsmarkt zu erleichtern. Die Herausforderungen der Flüchtlingssituationen in der Ukraine und anderen Krisengebieten wurden ebenso thematisiert. Berichte über die Bildungssituation für Frauen in Japan und Südkorea, sowie Gender-Unterschiede in Taiwan, zeigen die globale Dimension dieser Themen.

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Zusammen mit Partnern wie der Niedersächsischen Lotto-Sport-Stiftung und lokalen Unternehmen wird die internationale Zusammenarbeit gestärkt. Es ist diese Vernetzung, die nicht nur zur wissenschaftlichen, sondern auch zur sozialen Integration beiträgt. Die Veranstaltungen bieten eine Plattform für den Austausch von Ideen und fördern die gesellschaftliche Akzeptanz – eine wichtige Voraussetzung in Zeiten, in denen weltweite Flüchtlingsbewegungen zunehmen. Die Herausforderungen sind groß, aber die Hoffnung, dass Bildung und Technologie Brücken bauen können, bleibt. Die Zukunft der Integration und der Zusammenarbeit in der Region Uelzen sieht vielversprechend aus.