Heute ist der 28.04.2026, und in Niedersachsen steht der Aktionstag „sicher.mobil.leben“ ganz im Zeichen der Zweiräder. Die Polizei ist mit mobilen und stationären Kontrollen unterwegs, um die Sicherheit im Straßenverkehr zu erhöhen. In verschiedenen Regionen des Landes werden gezielte Maßnahmen ergriffen, um Radfahrende und E-Scooter-Nutzer zu informieren und zu schützen.
In Hannover gibt es Informationsstände und Beratungen auf dem Rathausplatz Garbsen von 10 bis 14 Uhr. Hier können die Bürgerinnen und Bürger wertvolle Tipps zur Verkehrssicherheit erhalten. Ostfriesland legt den Fokus auf sichere Schulwege und kontrolliert überwiegend E-Scooter sowie Radfahrende, die beim Fahren ihr Smartphone nutzen. In Oldenburg stehen spezielle Kontrollaktionen für Zweirad- und E-Scooter-Fahrende auf dem Programm, während Diepholz ebenfalls am Verkehrssicherheitsaktionstag teilnimmt. In Osnabrück und Göttingen liegt der Schwerpunkt auf den älteren Verkehrsteilnehmenden, die bei geführten Radtouren auf Gefahrenstellen aufmerksam gemacht werden.
Wichtige Sicherheitstipps
Die Polizei gibt klare Sicherheitstipps: Radfahrende sollten auf eine ausreichende Beleuchtung am Fahrrad achten, einen Helm tragen und regelmäßige Bremsenchecks durchführen. Aufmerksames Fahren und Rücksichtnahme auf andere Verkehrsteilnehmende sind unerlässlich. Besonders gefährlich wird es, wenn laute Musik gehört oder auf das Smartphone geschaut wird – hier lauern viele Gefahren!
Ein besonderer Appell geht auch an Lkw-Fahrer, die beim Abbiegen und beim Öffnen der Autotür auf einen gründlichen Schulterblick achten sollten. Die Verkehrsunfallstatistik zeigt alarmierende Zahlen: Im Vergleich zum Vorjahr gab es rund 7% mehr Verkehrstote. Besonders betroffen sind zwei Altersgruppen, die es gilt, besser zu schützen.
Fahrraddiebstähle und E-Scooter-Statistik
Auf der positiven Seite ist zu vermerken, dass im Jahr 2025 weniger Fahrräder gestohlen wurden als im Vorjahr. Göttingen hat zudem seinen Spitzenplatz bei Fahrraddiebstählen verloren. Dies könnte ein Lichtblick für alle Radfahrenden sein, die ihr Fahrrad sicher abstellen möchten.
Allerdings gibt es auch besorgniserregende Nachrichten im Bereich E-Scooter. Die Zahl der Toten und Verletzten durch E-Scooter-Unfälle ist im Jahr 2024 gestiegen. Es wurden knapp 12.000 Unfälle registriert, was einem Anstieg von 27% im Vergleich zum Vorjahr entspricht. 27 Menschen verloren ihr Leben bei diesen Unfällen, alle waren selbst auf einem Roller unterwegs. Rund 1.500 Menschen erlitten schwere Verletzungen, während etwa 11.400 leicht verletzt wurden. Besonders auffällig ist, dass fast 50% der verunglückten E-Scooter-Fahrer unter 25 Jahre alt waren.
Die häufigste Unfallursache ist die falsche Nutzung von Fahrbahnen oder Gehwegen, gefolgt von Fahrten unter Alkoholeinfluss, die in 12% der Fälle zu Unfällen führten. Bei über 50% der Unfälle handelte es sich um Zusammenstöße mit anderen Verkehrsteilnehmern, meist mit Autos, wobei häufig die Autofahrer die Schuld trugen. Dies sind alarmierende Zahlen, die deutlich machen, dass sowohl Radfahrende als auch E-Scooter-Nutzer mehr Sensibilität im Straßenverkehr benötigen.