In Salzgitter tut sich was! Die Salzgitter AG hat mit EWE einen Lieferanten für grünen Wasserstoff gefunden. Das ist nicht nur irgendein Deal, sondern eine langfristige Vereinbarung, die ab 2030 für zunächst sieben Jahre eine stolze Menge von jährlich rund 10.000 Tonnen Wasserstoff aus Emden vorsieht. Man kann sich das fast wie einen frischen Wind vorstellen, der durch die Industrie weht – und das im wahrsten Sinne des Wortes! Die EWE hat damit ihren ersten Großabnahmevertrag für Wasserstoff aus einer 320-Megawatt-Erzeugungsanlage abgeschlossen. Eine Premiere, die in der Branche Wellen schlägt.

Der Vorstand von Salzgitter, Gunnar Groebler, hat bereits betont, wie wichtig solche ersten Lieferverträge für die Entwicklung der deutschen Wasserstoffwirtschaft sind. Das klingt nach viel Bürokratie und Zahlen, aber dahinter steckt die grundlegende Notwendigkeit, die Stahlproduktion in Salzgitter schrittweise auf nahezu emissionsfrei umzustellen. Da muss man die Politik ins Boot holen, um die Kostenlücke zu schließen und unternehmerische Risiken zu minimieren. Denn ohne politische Unterstützung wird es schwer, die ehrgeizigen Ziele zu erreichen.

Ein Schritt in die Zukunft

Stefan Dohler, der Chef von EWE, hebt die Vorteile einer funktionierenden Wasserstoffwirtschaft hervor: Klimaschutz, industrielle Resilienz, Unabhängigkeit von fossilen Energieimporten – das klingt alles gut und schön, aber es braucht auch die richtigen Rahmenbedingungen. Wett­bewerbsfähige Strompreise, praktikable Regeln für grünen Wasserstoff und langfristige Investitionssicherheit sind entscheidend, damit aus Worten Taten werden können.

Die Vertragsunterzeichnung war ein Event, bei dem auch Gitta Connemann von der CDU und mehrere Kabinettsmitglieder aus Niedersachsen dabei waren. Es scheint, als würde die Politik hier wirklich mit anpacken. Und das ist notwendig! Der Bund unterstützt den Umbau der Stahlproduktion mit 925 Millionen Euro und die Wasserstoffproduktion in Emden mit 267 Millionen Euro. Das sind große Summen, die zeigen, dass man den Ernst der Lage erkannt hat. Niedersachsens Regierungschef Olaf Lies (SPD) hat es treffend formuliert: Die Unternehmen tragen Verantwortung und müssen konkret handeln.

Der Wasserstoff-Horizont

Ein Blick in die Zukunft zeigt, dass Deutschland bis 2045 klimaneutral sein möchte. Ein ambitioniertes Ziel! Dafür muss das Energiesystem umgebaut werden. Fossile Kraftwerke werden durch erneuerbare Stromerzeuger wie Wind- und Solaranlagen ersetzt. Dabei wird Wasserstoff als wichtiger Energieträger betrachtet. Er verursacht bei der Verbrennung keine zusätzlichen CO2-Emissionen, hat eine hohe Energiedichte pro Masse – aber, und das ist wichtig zu wissen, in Gasform ist er schwer zu transportieren. Die Nachfrage nach Wasserstoff wird bis 2030 auf 95 bis 130 TWh geschätzt, wobei der größte Bedarf in der Industrie, insbesondere im Stahlsektor, liegen wird.

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Zusätzlich wird Wasserstoff auch zur saisonalen Speicherung von überschüssiger erneuerbarer Energie genutzt. Das klingt nach einer cleveren Lösung, um die Energiespeicherproblematik anzugehen! Um diesem Bedarf gerecht zu werden, plant Deutschland den Ausbau der Wasserstoffproduktion auf 10 Gigawatt Elektrolyseleistung bis 2030.

Doch das ist noch nicht alles, denn ein Wasserstoffkernnetz für den Transport wird bis 2032 mit einer beeindruckenden Länge von 9.040 Kilometern geplant. Das hat das Potenzial, die gesamte Infrastruktur der Wasserstoffwirtschaft in Deutschland zu revolutionieren. Klar ist: Die Wasserstoffwirtschaft ist dynamisch, aber sie bringt auch Unsicherheiten mit sich, insbesondere bezüglich der Infrastruktur und Preisentwicklung. Umso wichtiger sind klare politische Rahmenbedingungen und Investitionsanreize, um die Marktentwicklung zu unterstützen.