In Salzgitter-Gebhardshagen hätte es ein ganz besonderes Event geben sollen: ein Open-Air-Kino an der Wasserburg, einem der bekanntesten Wahrzeichen der Stadt. Ursprünglich für den 29. August geplant, hat die Gemeinschaft Gebhardshagener Kaufleute (GGK) nun die Veranstaltung abgesagt – und das aus Gründen, die viele wohl nicht so recht nachvollziehen können. Die strengen Auflagen und die hohe Bürokratie haben letztlich den Ausschlag gegeben, einen Strich durch die Rechnung zu machen. Über Instagram informierte die GGK die Öffentlichkeit, ein Medium, das in der heutigen Zeit ja immer mehr an Bedeutung gewinnt.

So ein Open-Air-Kino, das wäre doch ein schöner Ort gewesen, um mit Freunden einen Kinderfilm am Nachmittag zu genießen und später den Abend mit einem Film für Erwachsene ausklingen zu lassen. Doch die Realität sieht anders aus. Nach der Anmeldung der Veranstaltung stellte sich heraus, dass die Remise an der Wasserburg als Gebäude eingestuft wird, was die Besucherzahl auf maximal 199 Personen begrenzt. Und als ob das nicht genug wäre, dürfen die Besucher auch keine eigenen Stühle mitbringen – bei früheren Veranstaltungen war das ja noch erlaubt. Das ist schon ein bisschen komisch, oder? Ein bisschen wie ein Picknick ohne Decke, wenn man so will.

Der organisatorische Aufwand

Die GGK hat sich klar zu Wort gemeldet und den Wunsch geäußert, Veranstaltungen zu organisieren, die Menschen zusammenbringen. Dabei ist es nicht nur ein Traum, sondern auch ein echter organisatorischer und finanzieller Aufwand für den ehrenamtlichen Verein. Man fragt sich, woher die Motivation kommt, wenn die Hürden so hoch sind. Viele Besucher müssen in diesem Sommer auf den Kinoabend unter freiem Himmel verzichten – ein Umstand, der für die Kulturszene in der Region wirklich schade ist.

Das Thema Sicherheit spielt bei der Planung solcher Events eine zentrale Rolle. Bei jeder Veranstaltung müssen individuelle gesetzliche Verordnungen geprüft werden. Es ist nicht nur ein „Muss“, sondern auch eine Verantwortung, die die Veranstalter tragen. Die Veranstaltungsleitung und die sachkundige Aufsichtsperson (SAP) sind hierbei Pflichtenträger, die dafür sorgen, dass alles rechtlich und technisch einwandfrei abläuft. Diese Verantwortung ist nicht zu unterschätzen – sie gewährleistet, dass die Sicherheit der Besucher stets im Fokus bleibt.

Der Blick in die Zukunft

Ob das Open-Air-Kino in den kommenden Jahren erneut versucht wird, bleibt unklar. Die Absage hat die Hoffnungen vieler cineastischer Enthusiasten gedämpft. Vielleicht wird ja irgendwann wieder ein Versuch gestartet, das Kino unter freiem Himmel Wirklichkeit werden zu lassen. Bis dahin bleibt der Sommer für viele ein bisschen leerer, und das trotz der vielen kulturellen Veranstaltungen, die regelmäßig an der Wasserburg stattfinden. Man kann nur hoffen, dass die Verantwortlichen einen Weg finden, die Auflagen zu lockern, damit solche schönen Events wieder möglich werden.

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