Die Luft war erfüllt von Aufregung und einer gewissen Neugier, als am 1. Juni 2026 die konstituierende Sitzung des neuen Jugendparlaments in der Jugendkulturwerkstatt Forellenhof in Salzgitter stattfand. Ein Moment, der nicht nur die neuen Mitglieder, sondern auch die Stadtverwaltung in Atem hielt. Christian Striese, der Zweite Bürgermeister von Salzgitter, überbrachte die herzlichen Glückwünsche von Oberbürgermeister Frank Klingebiel und der Stadtverwaltung. Die Verabschiedung der bisherigen Mitglieder des „alten“ Jugendparlaments war gleichzeitig ein nostalgischer Rückblick auf die vergangenen zwei Jahre voller Engagement und Aktivitäten.
Tom Ludwig, der Sprecher der alten Truppe, ließ es sich nicht nehmen, die Leistungen seiner Kolleginnen und Kollegen in einem bewegenden Rückblick zu würdigen. Es war ein Abschied, der nicht nur mit Urkunden und Geschenken, sondern auch mit einem Hauch von Wehmut einherging. Gleichzeitig wurde es aber auch ein feierlicher Empfang für die neuen Gesichter: Andreea Jurjiu wurde zur neuen Sprecherin gewählt, Kai Alexander Warnecke übernimmt das Amt des stellvertretenden Sprechers und Carolin Sarah Schwebs ist nun die Schriftführerin. Ein frischer Wind wehte durch den Raum, als die neuen Mitglieder durch einen Handschlag von Christian Striese verpflichtet wurden.
Die Rolle des Jugendparlaments
Das Jugendparlament hat in Salzgitter eine besondere Bedeutung, die weit über die Wahlen und Sitzungen hinausgeht. Seit seiner Gründung im Dezember 2013 hat es sich als Plattform für die Stimme der Jugendlichen etabliert. Es geht nicht bloß um politische Spielchen, sondern um die echte Mitbestimmung der jungen Generation in kommunalen Angelegenheiten. Mitglieder des Jugendparlaments bringen die Interessen ihrer Altersgruppe in Beschlussvorbereitungen, Ausschüsse und Arbeitskreise ein. Das ist nicht nur wichtig, sondern auch ein Zeichen für gesellschaftliche Verantwortung.
Die Stadt Salzgitter unterstützt dieses ehrenamtliche Engagement durch das Fachgebiet Kommunale Kinder- und Jugendförderung. Es geht darum, Jugendlichen eine Basis zu vermitteln und sie auf ihrem Weg zu begleiten. Die Geschäftsführung und pädagogische Begleitung fungieren als Schnittstelle zwischen Verwaltung und Jugendparlament. Das ist eine hervorragende Möglichkeit, um den Austausch mit Vertretern anderer Kommunen und Akteuren der Jugendarbeit zu fördern. Denn schließlich ist der Dialog mit Gleichaltrigen über die Stadtgrenzen hinaus unerlässlich.
Ein Netzwerk für die Jugend
Ein ganz besonderer Aspekt des Jugendparlaments ist die Vernetzung auf bundesweiter Ebene. Die Servicestelle Starke Kinder- und Jugendparlamente, die von der Initiative Starke Kinder- und Jugendparlamente unterstützt wird, spielt hierbei eine entscheidende Rolle. Sie bietet Beratungen, Qualifizierungen und Informationen, um den Austausch unter den verschiedenen Gremien zu fördern. Das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat die Initiative ins Leben gerufen, um Kinder- und Jugendgremien auf kommunaler Ebene zu stärken. Ein starkes Netzwerk ist schließlich das A und O!
Diese Initiative bietet den Mitgliedern des Jugendbeirats, die zwischen 14 und 22 Jahre alt sind, die Möglichkeit, Erfahrungen aus kommunalen Gremien einzubringen. Es ist echt spannend, wie diese jungen Menschen sich für ihre Belange einsetzen und gleichzeitig auch für die nachfolgenden Generationen Verantwortung übernehmen. Und hey, die wissenschaftliche Begleitung von renommierten Professoren bis 2024 zeigt, wie ernsthaft das Ganze angegangen wird.
Mit offenen digitalen Sprechstunden und Peer-to-Peer Beratungen wird ein Raum geschaffen, in dem sich die Jugendlichen austauschen und gegenseitig unterstützen können. 2018 wurde sogar die erste bundesweite empirische Studie zu Kinder- und Jugendparlamenten veröffentlicht, die wichtige Qualitätsmerkmale abgeleitet hat. Das zeigt, wie vielschichtig und dynamisch die Welt der Jugendparlamente ist.
So geht’s also weiter – mit frischem Elan und einer gehörigen Portion Enthusiasmus geht das neue Jugendparlament in Salzgitter an die Arbeit. Die nächsten zwei Jahre versprechen spannend zu werden, und wer weiß, welche Ideen und Projekte aus dieser engagierten Truppe hervorgehen werden!