In Osnabrück gibt’s Grund zur Freude! Häcker Küchen in Rödinghausen hat kürzlich einen bemerkenswerten Meilenstein erreicht und ist stolz darauf, der 1000. eingetragene Ausbildungsbetrieb auf der Plattform der Ausbildungsregion Osnabrück zu sein. Lars Hellmers, Vorstand der MaßArbeit und 1. Vorsitzender der Ausbildungsregion, hebt die Vorteile dieser Plattform hervor, die es Unternehmen und Jugendlichen ermöglicht, direkt in Kontakt zu treten und wertvolle berufliche Perspektiven zu entdecken. Es gibt mittlerweile über 1.000 Unternehmen, die sich auf dieser Plattform präsentieren und somit den jungen Menschen die Berufswahl erheblich erleichtern.
Die Ausbildungsregion Osnabrück ist ein gemeinsames Projekt, auf das die Stadt und der Landkreis Osnabrück, die Agentur für Arbeit, das Regionale Landesamt für Schule und Bildung sowie verschiedene Kammern setzen. Ein Rundgang durch die Produktionshallen von Häcker Küchen und ein Besuch der Ausbildungswerkstatt zeigen, wie ernst es den Verantwortlichen ist, Jugendlichen den Einstieg in die Berufswelt zu erleichtern. Uwe Klingenhagen, Werksleiter von Werk 5 Venne, betont, dass die Plattform eine großartige Möglichkeit bietet, das Unternehmen vorzustellen und die Aufmerksamkeit potenzieller Nachwuchskräfte zu gewinnen. Es ist wie ein kleines Schaufenster für die ganze Region, in dem sich alles dreht um Ausbildung und Arbeit.
Ein Neustart mit Unterstützung
Doch nicht nur lokale Unternehmen profitieren von dieser Initiative. Auch die Menschen, die nach Deutschland kommen, um hier zu arbeiten, finden durch Angebote wie das Einarbeitungsprogramm von Häcker Küchen eine willkommene Unterstützung. Roman Fossurier, ein gebürtiger Franzose, arbeitet seit fünf Jahren bei Häcker Küchen und hat Deutschland als seinen neuen Lebensmittelpunkt entdeckt. Er schwärmt von seinem tollen Job, seinen netten Kollegen und der hohen Lebensqualität, die er hier genießen darf. Rückblickend kann er nur Positives berichten: offene Menschen, fairer Umgang und ein erfolgreicher Karriereaufstieg.
Das Einarbeitungsprogramm, das auch sprachliche Unterstützung umfasst, ist ein entscheidender Faktor für viele Migranten, die in Deutschland Fuß fassen möchten. Roman ist da ein leuchtendes Beispiel – sein Versuch, im Ausland Fuß zu fassen, hat zu einer langfristigen Lebensplanung geführt. Die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund ist ein zentrales Thema in Deutschland, denn laut dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales leben hier rund 20,8 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund, und viele von ihnen sind doppelt so stark von Arbeitslosigkeit betroffen wie ihre deutschen Mitbürger.
Gemeinsam stark für die Zukunft
Die Bundesregierung hat erkannt, wie wichtig die gleichberechtigte Teilhabe am Erwerbsleben für die Integration ist. Programme wie „Integration durch Qualifizierung – IQ“ und die berufsbezogene Sprachförderung sind mittlerweile unverzichtbare Bausteine dieser Integration. Diese Initiativen haben das Ziel, die Arbeitsmarktintegration von Migranten und deren Nachfahren zu verbessern. Es gibt noch viel zu tun, denn trotz aller Fortschritte sind Migranten oft mit Sprachschwierigkeiten und nicht anerkannten Abschlüssen konfrontiert. Daher ist es umso wichtiger, dass es Netzwerke wie die Ausbildungsregion Osnabrück gibt, die diesen Menschen helfen, ihren Platz in der Gesellschaft zu finden.
Die enge Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderung des Landkreises (WIGOS) ist ein weiterer Vorteil, der den Betrieben und den Jugendlichen zugutekommt. Susanne Steininger, Geschäftsführerin der Ausbildungsregion, betont, welches Potenzial in dieser Kooperation steckt, um Ausbildungserfolge zu realisieren. So wird nicht nur die Sichtbarkeit der Unternehmen am Arbeitsmarkt gesteigert, sondern auch der Zugang zu wertvollen Informationen und Ressourcen für alle Beteiligten erleichtert. In einer Zeit, in der Fachkräfte händeringend gesucht werden, könnte es kaum einen besseren Zeitpunkt für solche Initiativen geben.