In der heutigen Zeit, wo das Thema psychische Gesundheit mehr denn je im Fokus steht, tut sich einiges im Landkreis Diepholz. Der Landkreis sucht nämlich nach Expertinnen und Experten für ein spannendes Schulprojekt mit dem Titel „Verrückt? Na und! Seelisch fit für die Schule!“. Ziel ist es, vor allem Jugendliche ab der achten Klasse anzusprechen und ihnen zu helfen, über psychische Probleme zu sprechen. Ein mutiger Schritt, denn jeder fünfte junge Mensch hat mit solchen Herausforderungen zu kämpfen. Lange Wartezeiten auf Therapien in Niedersachsen machen es den Betroffenen nicht leichter.

Das Projekt möchte Vorurteile abbauen und einen offenen Austausch fördern. Geplant ist ein Schultag, an dem Fachleute und Personen mit persönlichen Erfahrungen ihre Perspektiven teilen. Das Ziel? Die Schule soll ein „Safe Space“ für mentale Gesundheit werden. Wer Interesse hat, kann sich direkt an den Landkreis Diepholz wenden. Das Ganze soll im kommenden Schuljahr umgesetzt werden. Ein Schritt, der nicht nur die Schulen, sondern die gesamte Gesellschaft braucht.

Mental Health Coaches: Ein bundesweites Vorbild

Doch nicht nur im Landkreis Diepholz wird an der Verbesserung der psychischen Gesundheit gearbeitet. Im Herbst 2023 startete das Bundesjugendministerium das Modellprogramm „Mental Health Coaches“. Dieses Programm hat sich als äußerst erfolgreich herausgestellt. Eine Evaluation der Universität Leipzig zeigt, dass etwa 90 Prozent der Beteiligten sich eine Fortsetzung wünschen. Das spricht Bände, oder? Die Coaches bieten Unterstützung direkt an Schulen an und wurden als präventives Angebot konzipiert – genau das, was viele Schulen brauchen.

An rund 80 Standorten in Deutschland sind die Coaches aktiv und haben im Schuljahr 2023/24 über 1.000 Angebote umgesetzt, an denen knapp 40.000 Schülerinnen und Schüler teilnahmen. Schulleitungen berichten von einer hohen Akzeptanz und Zufriedenheit der Schüler mit den Angeboten. Über 80 Prozent von ihnen glauben, dass der Bedarf an psychischen Gesundheitsangeboten an ihrer Schule groß ist. Und das ist nur der Anfang.

Gemeinsam stark für die Zukunft

Die Träger der Coaches fordern daher eine längere Projektlaufzeit, denn die Herausforderungen für die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen sind vielfältig. Bundesjugendministerin Lisa Paus betont die Notwendigkeit, das Programm auszubauen. Das ist ein klares Signal: Wir müssen zusammenarbeiten, um den Jugendlichen die Unterstützung zu geben, die sie verdienen. Die Coaches selbst berichten von einer hohen Offenheit der Schüler gegenüber den Themen, was Hoffnung macht. Die Nachfrage nach ihren Angeboten ist hoch, und die Coaches sind mit ihrer Arbeit zufrieden. Das zeigt: Es gibt ein großes Interesse, über mentale Gesundheit zu sprechen.

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Zusammenfassend lässt sich sagen, dass wir in einer Zeit leben, in der das Bewusstsein für psychische Gesundheit wächst. Initiativen wie die in Diepholz und die „Mental Health Coaches“ bundesweit sind Schritte in die richtige Richtung. Sie sind wichtig, um die Gesellschaft zu verändern und Jugendliche zu ermutigen, über ihre Sorgen zu sprechen. Ein ehrlicher Austausch und Unterstützung sind unerlässlich, um das Miteinander zu stärken und eine gesunde Zukunft für alle zu schaffen.