Der Ostfriese, der mit einem Augenzwinkern die Kunstwelt aufmischt: Otto Waalkes ist in aller Munde! Seine neueste Ausstellung „Otto meets Albertina“ in der Wiener Albertina, einem der renommiertesten Museen Österreichs, sorgt für Aufsehen. Hier hat der Komiker und Maler ein Dutzend Werke satirisch interpretiert. Und ich sag’s euch: das ist ein Fest für die Sinne! Ein Damen-Bildnis von Gustav Klimt, das normalerweise mit klassischer Eleganz daherkommt, wird von Waalkes mit einem langen Ottifanten-Rüssel versehen – einfach zum Schlapplachen!

Das Museum selbst beschreibt diese Kombination als „Dialog der außerfriesischen Art“, was irgendwie schon alles sagt, oder? Aber das ist noch nicht alles! Eine Parodie auf Albrecht Dürers Renaissance-Aquarell zeigt ein Ottifant, der mit einem Rasenmäher durch den Rasen saust. Und bei einem ernsthaften Frauenporträt von Egon Schiele schaut die Dame lächelnd auf ein kleines Rüsseltier in ihrem Schoß. Waalkes hat sich wirklich Gedanken gemacht und meint dazu: „Ein großes Museum kann ein bisschen Humor vertragen.“ Wer könnte da widersprechen?

Die Kunst hinter den Scherzen

Otto Waalkes hat sich schon öfter mit der Parodie von Kunst beschäftigt. In seinem neuen Buch „Kunst in Sicht“ präsentiert er über 100 Gemälde, die sich mit der abendländischen Kunstgeschichte befassen – und das alles mit einem ganz eigenen, humorvollen Dreh! Er studierte in den 1970er-Jahren acht Semester an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg und hat sich offensichtlich nie von seiner Leidenschaft abbringen lassen. In seinem Atelier am Hamburger Elbstrand verbringt er täglich drei bis vier Stunden mit Malen. Dabei nutzt er nicht nur Öl und Acryl, sondern auch Ostfriesentee, um seinen Bildern einen historischen Touch zu verleihen.

Die Preise seiner Werke liegen zwischen 5000 und 30.000 Franken. Und wer weiß, vielleicht träumt er insgeheim davon, eines Tages in der Wiener Albertina auszustellen – was er jetzt ja schon geschafft hat! Seine Parodien reichen von Leonardo da Vinci über Edvard Munch bis hin zu Pablo Picasso. Selbst moderne Fotografien und berühmte LP-Cover wie das von „Abbey Road“ der Beatles sind nicht vor ihm sicher.

Die Verbindung von Humor und Kunst

Die Ausstellung in Wien ist nicht nur eine Schau seiner Werke, sondern auch eine Art Huldigung an die großen Meister der Kunstgeschichte. Das Museum sieht in dieser parodistischen Aneignung die „ehrlichste Form der Huldigung“. Otto Waalkes hat die Farbwerte und das Papier der Originale genau untersucht, um sie möglichst originalgetreu nachzubilden. Das ist schon ein ganz schöner Aufwand für ein bisschen Spaß, oder? Aber vielleicht ist dieser Humor genau das, was die Kunstwelt manchmal braucht – eine kleine Prise Leichtigkeit!

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In einer Zeit, in der alles oft so ernst und schwerfällig wirkt, bringt Waalkes mit seinen Ottifanten und seinen kreativen Eingriffen frischen Wind in die Kunstszene. Man fragt sich, was als Nächstes kommt: Ein Ottifant im „Schrei“ von Edvard Munch? Wer weiß, aber eines ist sicher: Otto Waalkes bleibt ein Phänomen, das die Menschen zum Lachen und zum Nachdenken bringt – und das ist ja auch schon mal eine Kunst für sich.