In Niedersachsen brodelt es in der Gesundheitsversorgung, und das nicht nur, weil die Sommerhitze uns alle ein wenig schläfrig macht. Aktuell gibt es eine Petition, die sich direkt an den Landtag richtet und eine faire, auskömmliche Finanzierung für alle Krankenhäuser in unserem schönen Bundesland fordert. Dabei fällt auf, dass nur die kommunalen Kliniken von Defizitausgleichen aus den Haushalten der Städte und Gemeinden profitieren. Die freigemeinnützigen Krankenhäuser hingegen gehen leer aus und stehen vor einer existenziellen Bedrohung! Das kann doch nicht sein, oder? Es ist eine Ungleichbehandlung, die die Grundpfeiler der regionalen Versorgung gefährdet.
Rund 60 freigemeinnützige Krankenhäuser leisten einen zentralen Beitrag zur medizinischen Versorgung in Niedersachsen und haben rund um die Uhr ihre Türen für Patientinnen und Patienten geöffnet. Diese Kliniken sind die stillen Helden, die oft im Schatten der größeren kommunalen Einrichtungen agieren. Sie erhalten keine Steuergelder, um ihre Defizite auszugleichen, was einfach nicht fair ist. Wer sorgt sich um die Vielfalt und Sicherheit unserer Krankenhauslandschaft, wenn solche Wettbewerbsverzerrungen die Situation weiter verschärfen?
Investitionen und Fördermöglichkeiten
Eine Lösung könnte in den Investitionen des Landes liegen. Krankenhäuser müssen sich stets an die aktuellen medizinischen Erkenntnisse anpassen, und dafür braucht es auch Geld. Im Rahmen des Krankenhausinvestitionsprogramms erhalten alle im Niedersächsischen Krankenhausplan aufgenommenen Krankenhäuser – unabhängig von ihrer Trägerschaft – Fördermittel. Das ist doch ein kleiner Lichtblick! Allerdings gibt es auch hier Einschränkungen: Ambulante Leistungen und Hochschulkliniken fallen aus der Förderung heraus. Zudem werden ausschließlich bauliche Vorhaben wie Neubauten und Umbauten gefördert, nicht jedoch reine Sanierungsmaßnahmen. Ein bisschen schade, wenn man bedenkt, wie wichtig die Erneuerung von Infrastruktur ebenfalls ist.
Das Programm zielt darauf ab, ein modernes medizinisches Angebot zu sichern, und jährlich stehen dafür immerhin 120 Millionen Euro zur Verfügung. Diese Mittel fließen in die Beschaffung von kurzfristigen Anlagegütern, wie die Erneuerung von medizinischen Geräten. Aber hey, was ist mit den Krankenhäusern, die nicht in den Genuss dieser Förderung kommen? Es ist ein bisschen wie ein Wettlauf, bei dem einige von uns auf der Strecke bleiben.
Der Krankenhausstrukturfonds und weitere Herausforderungen
Seit 2016 hilft der Krankenhausstrukturfonds, bei dem Niedersachsen rund 46 Millionen Euro abbekommen hat, um Überkapazitäten abzubauen und die stationären Versorgungsangebote zu konzentrieren. Aktuell laufen spannende Projekte, wie der Bau des Delme Klinikums in Delmenhorst, dessen Grundstein erst 2023 gelegt wurde und der 2026 fertiggestellt sein soll. Das klingt alles sehr ambitioniert, aber es bleibt zu hoffen, dass die bestehenden Einrichtungen nicht vergessen werden.
Zusätzlich gab es von 2019 bis 2022 Förderungen in Höhe von insgesamt 2 Milliarden Euro für die Verbesserung der Versorgungsstrukturen. Das sind schon ganz schön viele Nullen! Es wird auch in die Digitalisierung investiert, mit telemedizinischen Netzwerkstrukturen und integrierten Notfallstrukturen. Klingt nach Zukunft, oder? Aber die mangelnde Transparenz zum Digitalisierungsgrad der einzelnen Krankenhäuser erschwert eine gezielte Förderung. Man fragt sich, wie lange es dauert, bis wir alle wirklich von diesen Maßnahmen profitieren können.
Und dann gibt es noch das Krankenhauszukunftsgesetz von 2020, mit einem Fonds von bis zu 4,3 Milliarden Euro. Das ist doch ein kleiner Hoffnungsschimmer für alle, die auf eine moderne und digitale Gesundheitsversorgung warten. Aber um ehrlich zu sein, die Herausforderungen sind noch gewaltig, und die Zeit drängt. Maßnahmen sollen bis spätestens Ende 2024 abgeschlossen sein. Ob das alles gut geht? Lassen wir uns überraschen.