In der windigen Nordsee, wo Salzwasser und Wind die Seele erfrischen, haben zwei Freunde ein ehrgeiziges Projekt ins Leben gerufen: Nic Iburg und Hendrik Pietschmann, besten Kumpels seit Internatszeiten, stehen seit 100 Tagen an der Front – oder besser gesagt, auf der Baustelle eines alten Hotels auf Borkum. Es gibt nichts, was sie mehr antreibt, als diesen Ort zu neuem Leben zu erwecken. Doch das Vorhaben gestaltet sich als alles andere als einfach.
Der ursprüngliche Plan sah eine feierliche Eröffnung am 1. Mai vor. Aber, wie es beim Renovieren oft so ist, kam alles anders: Verzögerungen, ein chaotisches Bild aus leeren Pappkartons und Werkzeug, das sich bis Mitte April auf der Baustelle türmte. Und das, obwohl Nic, der auf dieser Insel aufgewachsen ist, und Hendrik, der von Norderney stammt, mit viel Motivation und frischem Elan ans Werk gingen – handwerklich ausgebildet sind die beiden allerdings nicht. Aber hey, wer braucht schon eine Ausbildung, wenn man Leidenschaft hat?
Gemeinsam stark – die Kraft der Community
Jeden Tag widmen die beiden ihre Zeit – sechs Tage die Woche, jeweils zehn Stunden. Und es bleibt nicht unbemerkt: Rund 20.000 Menschen verfolgen ihre Fortschritte auf Social Media! Es ist schon fast so, als ob die ganze Community hinter ihnen steht. Entscheidungen über die Gestaltung des Hotels werden teilweise sogar von den Followern getroffen. Das ist doch mal eine coole Idee, oder? Die Menschen fühlen sich eingebunden und können mitbestimmen, wie das Hotel aussehen wird. Auf Instagram zeigen Nic und Hendrik stolz, was sie geschafft haben. Einige Zimmer sind bereits bezugsfertig, aber die zwölf Zimmer des Hotels sind noch nicht ganz eingerichtet.
Die Finanzierung des Projekts ist auch ein spannendes Kapitel für sich. Ein Teil des Kaufpreises wurde durch Eigenkapital gedeckt, der Rest kommt von der Bank. Das klingt nach einem gewaltigen Risiko, aber die beiden sind optimistisch und voller Tatendrang. Und wenn man bedenkt, dass sie mit ihrer kreativen Idee auch noch einen Beitrag zur touristischen Entwicklung Borkums leisten, ist das einfach nur bewundernswert.
Ein Ort der Entspannung und Natur
Übrigens bietet Borkum nicht nur ein Hotel, sondern auch viel Natur und ein pollenarmes Hochseeklima – ideal für Allergiker und alle, die einfach mal abschalten wollen. Es ist dieser besondere Charme der Insel, der die Menschen anzieht. Ob beim Spaziergang am Strand oder beim Erkunden der Dünenlandschaften – hier findet jeder seinen Ruhepol.
In einer Zeit, in der wir oft mit der Anonymität der großen Anbieter konfrontiert sind, zeigt sich hier ein ganz anderer Ansatz. Ein bisschen so wie das, was Simon Westermair von WOLF betont: Echte Menschen, authentischer Austausch und der persönliche Kontakt sind entscheidend. Im Handwerk, wie auch bei Nic und Hendrik, ist es wichtig, die Community einzubeziehen und echte Geschichten zu erzählen. So entsteht ein Gefühl der Verbundenheit, und die Menschen fühlen sich ein Stück weit eingeladen, Teil des Abenteuers zu sein.
Ob bei Facebook, Instagram oder YouTube – die Plattformen sind vielfältig, und jede hat ihren eigenen Charakter. Für Nic und Hendrik ist Instagram der wichtigste Kanal. Hier können sie ihre Fortschritte in Reels festhalten und die Emotionen ihrer Reise sichtbar machen. Authentizität ist das A und O – und das merkt man, wenn man durch ihre Posts scrollt. Sie sind nicht nur Renovierer, sondern Geschichtenerzähler, die die Menschen mit auf ihre Reise nehmen.
Es bleibt spannend, wie es mit dem Hotel auf Borkum weitergeht. Wir sind schon ganz gespannt auf die Eröffnung, auch wenn die Zeit vielleicht etwas länger dauert als ursprünglich gedacht. Denn es geht nicht nur um die Zimmer und die Bauarbeiten, sondern um die Geschichten, die hier entstehen – und die Freundschaft, die durch all die Herausforderungen nur noch stärker wird. Das ist es, was wir im Handwerk brauchen: echte Menschen, echte Ideen und eine gute Portion Herzblut.